Sucht im 2. Zyklus

Primäre Ziele der Suchtprävention im zweiten Zyklus sind, den Einstieg in den Konsum psychoaktiver Substanzen zu verhindern oder hinauszuzögern und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu stärken. Damit wird negativen physischen, psychischen und sozialen Folgen entgegengewirkt.

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Wichtige Themen

Kinder zu Beginn des zweiten Zyklus konsumieren in einer sehr grossen Mehrheit noch keine psychoaktiven Substanzen und zeigen noch kaum suchtartige Tendenzen in der Nutzung von Bildschirmmedien [Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Delgrande Jordan, Balsiger u. Schmidhauser 2023, Delgrande Jordan u. Schmidhauser 2023, Suter et al. 2023].

Gegen Ende des zweiten Zyklus sehen sich die Schüler:innen im Kontakt mit älteren oder gleichaltrigen Kindern und Jugendlichen allerdings damit konfrontiert, eine eigene Position und Umgangsform hinsichtlich des Konsums von psychoaktiven Substanzen, besonders von Alkohol und Tabak/Nikotin, sowie der Nutzung von digitalen Medien zu entwickeln [Kirchhoff u Keller 2021, Delgrande Jordan, Balsiger u. Schmidhauser 2023, Delgrande Jordan u. Schmidhauser 2023].

Gleichzeitig entwickeln sich auch in diesem Alter Verhaltens- und Erlebensweisen weiter, die als individuelle Schutz- oder Risikofaktoren die psychosoziale Entwicklung mitprägen und den aktuellen und späteren Umgang mit Genussmitteln, digitalen Medien und psychoaktiven Substanzen beeinflussen [Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Kirchhoff 2024].

Als wichtiger suchtpräventiver Schutzfaktor steht in der Schule die Förderung von überfachlichen Kompetenzen – auch Lebenskompetenzen genannt – im Mittelpunkt. Damit werden die Schüler:innen kontinuierlich darin gestärkt, die Herausforderungen des Schulalltags und des Lebens zunehmend aus eigener Kraft zu bewältigen und einen selbstregulierten Umgang mit persönlichen, auch für die Suchtentwicklung relevanten Risikofaktoren wie etwa hoher Impulsivität oder Emotionalität zu entwickeln [Jerusalem u. Meixner-Dahle 2021, Onrust et al. 2016, Siegel 2015, Zhuang et al. 2023]. Dazu gehört auch die Stärkung der allgemeinen Kommunikations- und Beziehungskompetenzen, einschliesslich der konstruktiven Problemlösung in sozialen Situationen [Onrust et al. 2016].

Zudem können Schüler:innen dafür sensibilisiert werden, wie sowohl persönliche Grundbedürfnisse als auch externe Faktoren das eigene Konsumverhalten beeinflussen. Zu letzterem zählen insbesondere die Produkteigenschaften von Genussmitteln [Greenberg u. St. Peter 2021, Westwater, Fletcher u. Ziauddeen 2016] und digitalen Medien [Reinecke, Gilbert u. Eden 2022] oder auch die Normen und Werte, wie sie im sozialen Umfeld vorgelebt oder über Werbung und Unterhaltungsmedien vermittelt werden [Courtney, Casey u. Rapuano 2020].

Gegen Ende des zweiten Zyklus ist besonders bezüglich des Medienkonsums die Wissensvermittlung zu gesundheitlichen Risiken, zu Symptomen einer übermässigen Nutzung sowie zu den gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz wichtig. Dies ist auch mit Blick auf gewisse psychoaktive Substanzen angebracht, falls deren Konsum aufkommt. Indem die Schule Fachstellen vermittelt, die bei problematischem Konsum unterstützen, können hilfreiche ausserschulische Ressourcen für die jungen Menschen und ihre Familien eröffnet werden.

Mit diesen suchtpräventiven Schwerpunkten trägt die Schule zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler:innen bei. Sie unterstützt die Schüler:innen darin, informierte und reflektierte Entscheidungen zu treffen und die Entwicklungsaufgaben zu bewältigen [Hurrelmann u. Quenzel 2015, Kirchhoff u. Keller 2021, UNODC 2018].

Eine Unterrichtsform, die es den Schüler:innen erlaubt, sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen, erweist sich als wirksamste Methode der Wissensvermittlung und Kompetenzförderung [Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020]. Ausschlaggebend ist es, dass diese verschiedenen Kompetenzen und Wissenselemente kontinuierlich in den vielfältigen Situationen des Lernens und Zusammenlebens im Schulalltag gestärkt werden [Kirchhoff 2024].

Im Folgenden werden die Themen, die im zweiten Zyklus wichtig sind, ausführlicher dargestellt. Für jedes Thema werden Bezüge zum Lehrplan 21 hergestellt sowie Lehrmittel und Unterrichtsmaterialien empfohlen.

Zentrale Inhalte

Ein zentraler Faktor der verhaltensorientierten Suchtprävention ist die Stärkung der Selbstregulation. Bedeutsam sind die Fähigkeit der Selbstbeobachtung bezüglich Verhalten, Emotionen, Gedanken und Überzeugungen ebenso wie die Fähigkeit zur Aufmerksamkeits- und Impulskontrolle und dem Belohnungsaufschub. Auch die Fähigkeit, verhaltensbezogene Ziele zu setzen und diszipliniert zu verfolgen, gehört dazu [Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Li et al. 2021, Onrust et al. 2016, Yang et al. 2022].

Suchtpräventiv bedeutsam sind diese Fähigkeiten besonders dann, wenn sie den zunehmend selbstregulierten Umgang mit externalisierenden Verhaltenstendenzen wie Impulsivität, Hyperaktivität und Aggression ermöglichen und bei der Emotionsverarbeitung unterstützen [Belisle u. Dixon 2020, Siegel 2015, Hussong et al. 2017, Yang et al. 2022].

Der Schulalltag ist prädestiniert, um Schüler:innen langfristig in ihrer Selbstregulation zu stärken. Ziel ist es, den Aufbau dieser Fähigkeiten über die ganze Schulzeit hinweg altersangemessen zu unterstützen. Auf der Grundlage der Förderung der Selbstwahrnehmung kann die Verhaltensregulation durch gemeinsam erarbeitete Strategien und Regeln angestossen werden. Auch mit Blick auf die Emotions- und Stressregulation ist die Einführung von möglichen Strategien in der Klasse hilfreich. Diese muss jedoch erweitert werden durch eine individuelle Begleitung der Schüler:innen und persönlich zugeschnittene Möglichkeiten im Umgang mit negativen Emotionen oder Verhaltensauffälligkeiten [Hövel et al. 2024].

Sowohl zur Selbstwahrnehmung wie auch zur Selbstregulation sind (Sprach-)Zeichen, beispielsweise für die Selbstanleitung, wichtige Hilfsmittel. Eine wichtige Voraussetzung für Selbstregulation ist zudem das Zeitverständnis. Dieses ermöglicht es den Schüler:innen zu verstehen, dass Tätigkeiten, seien sie attraktiv oder auch weniger attraktiv, zeitlich geordnet werden können [Holodynski, Hermann u. Kromm 2013].

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen ausdrücken.
  • können Stärken und Schwächen ihres Lern- und Sozialverhaltens einschätzen.
  • können auf ihre Stärken zurückgreifen und diese gezielt einsetzen.
  • können sich in neuen, ungewohnten Situationen zurechtfinden.
  • können Herausforderungen annehmen und konstruktiv damit umgehen.
  • können (…) das eigene Lernen organisieren, die Zeit einteilen und bei Bedarf Pausen einschalten.
  • können sich auf eine Aufgabe konzentrieren und ausdauernd und diszipliniert daran arbeiten.
  • können Strategien einsetzen, um eine Aufgabe auch bei Widerständen und Hindernissen zu Ende zu führen.
  • können sich Unterstützung und Hilfe holen, wenn sie diese benötigen. 

ÜK: Personale Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können unterschiedliche Sachverhalte sprachlich ausdrücken und sich dabei anderen verständlich machen.
  • können einschätzen, wie schwer oder leicht ihnen die Aufgaben/​Problemlösungen fallen werden.
  • können Ziele für die Aufgaben und Problemlösungen setzen und Umsetzungsschritte planen.

ÜK: Methodische Kompetenzen

Deutsch (D)

Die Schüler:innen

  • können eigene Gesprächsbeiträge aufschieben, damit andere ihren Beitrag zu Ende führen können. (D.3C.1.d)
  • können sich meist an festgelegte Gesprächsregeln halten (zum Beispiel sich vor dem Reden melden, zu den anderen gerichtet sprechen). (D.3C.1.e)
Bewegung und Sport (BS)

Die Schüler:innen

  • können sich in Wagnissituationen realistisch einschätzen. (BS.2.A.1.5c)
  • können in Wagnissituationen verantwortungsbewusst handeln. (BS.2.A.1.5d)
  • können Emotionen unter Anleitung reflektieren (zum Beispiel Teambildung). (BS.4.B.1.6c)
  • können Emotionen kontrollieren (zum Beispiel Schiedsrichterentscheide akzeptieren). (BS.4.B.1.6d)

Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen

  • NaTech 3/4: Natur und Technik (Bölsterli Bardy et al. 2017)
    • Wer bist du? Wer wirst du? Interessen 
  • Schauplatz Ethik 3/4 (Bernet et al. 2020)
    • Schauplatz Chilbi: Achterbahn der Gefühle
    • Atelier Lieblingsort: Da bin ich am liebsten
    • Schauplatz Schulweg: Zeit (zum Beispiel: Wer bestimmt über meine Zeit?)
    • Schauplatz Flohmarkt: Bei Marco läuft nichts; Wie geht es einem, wenn man keinen Erfolg hat? 
  • Schauplatz Ethik 5/6 (Bernet et al. 2020)
    • Schauplatz Küche: Verantwortung übernehmen
    • Atelier Don Quijote, der Held der Niederlage
  • Förderung exekutiver Funktionen (Walk u. Evers 2013)
    • Förderung von Inhibition und Impulskontrolle (Aufmerksamkeit, Zurückhaltung, Emotionen, Reaktionsfähigkeit usw.), geistiger Flexibilität (auf Veränderungen reagieren, sich in andere versetzen usw.) und Arbeitsgedächtnis (für Regeln, Handlungsplan usw.) mithilfe von kognitiver Förderung, Sport und Bewegung sowie Spielen (ausführliche Spielesammlung vorhanden).
  • Take Care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken (ZHAW 2024)
    • Selbstwirksamkeit, Selbstwert und Optimismus stärken
    • Erholung und Bewegung
    • Emotionsregulation
    • Selbstwert
    • Aktivitäten in der Natur
  • Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
    • Seiten 114–121: Umgang mit Gefühlen

Programme und Projekte

  • Suchtprävention in der Schule – IPSY, 5. Klasse (Weichold et al. 2023)
    • Einheit 1: Was haben wir gemeinsam, was macht mich besonders? 
    • Einheit 2: Wie bin ich? (Selbstsicht, Fremdsicht)
    • Einheit 8: Schule und ich
    • Einheit 9: Umgang mit Angst und Stress
    • Einheit 12: Schule und ich: Lernen
    • Einheit 13: Gefühle und sich wohlfühlen
  • Suchtprävention in der Schule – IPSY, 6. Klasse (Weichold et al. 2023)
    • Einheit 1: Selbstbild und Gefühle
    • Einheit 7: Wie sehe ich die Schule?

Zentrale Inhalte

Allgemeine Kommunikations- und Beziehungskompetenzen wie aktives Zuhören, das Einstehen für eigene Bedürfnisse und Sichtweisen sowie Problemlösefähigkeiten in sozialen Konflikten sind grundlegende Fähigkeiten, um den Lebensalltag und das Gemeinschaftsleben verantwortungsvoll und selbstbestimmt zu meistern. Eine gelingende Kommunikation und konstruktive Beziehungen sind Zeichen für gelebte Teilhabe und Inklusion. Sie stärken die Selbstwirksamkeitsüberzeugung der Schüler:innen in sozialen Situationen und wirken sich positiv auf den Selbstwert und puffernd gegenüber emotionalem Stress und Depression aus. Dadurch sind Kommunikations- und Beziehungskompetenzen auch suchtpräventiv wirksam, indem sie die jungen Menschen beispielsweise darin befähigen, mit Gruppendruck konstruktiv umzugehen [Bandura et al. 1999, Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Infodrog 2021, Onrust et al. 2016, Siegel 2015].

Die Schule als Lebenswelt, in der junge Menschen viel Zeit verbringen und essenzielle soziale und emotionale Erfahrungen machen, ist aufgefordert, ein Zusammenleben zu schaffen, in dem die Kommunikations- und Beziehungskompetenzen der Schüler:innen gefördert werden. Nebst spezifischen Unterrichtselementen sind die vielfältigen Lerngelegenheiten des Schulalltags entscheidend für die Förderung der Kompetenzen. So ermöglichen beispielsweise ein gemeinsam erarbeitetes Vorgehen bei sozialen Konflikten und gemeinsam festgelegte Regeln des Umgangs miteinander, dass Schüler:innen mehr und mehr die Verantwortung für das Zusammenleben übernehmen [Kirchhoff 2024].

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können Argumente abwägen und einen eigenen Standpunkt einnehmen.
  • können die Argumente zum eigenen Standpunkt verständlich und glaubwürdig vortragen.
  • können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern; sie können in Auseinandersetzungen nach Alternativen oder neuen Wegen suchen.
  • können einen eigenen Standpunkt einnehmen und vertreten, auch wenn dieser im Gegensatz zu vorherrschenden Meinungen/​Erwartungen steht.

ÜK: Personale Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können sich aktiv und im Dialog an der Zusammenarbeit mit anderen beteiligen.
  • können aufmerksam zuhören und Meinungen und Standpunkte von andern wahrnehmen und einbeziehen.
  • können in der Gruppe und in der Klasse oder in einem Schülerrat Abmachungen aushandeln und Regeln einhalten.
  • können auf Meinungen und Standpunkte anderer achten und im Dialog darauf eingehen.
  • können je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen.
  • können sachlich und zielorientiert kommunizieren, Gesprächsregeln anwenden und Konflikte direkt ansprechen.
  • können sich in die Lage einer anderen Person versetzen und sich darüber klar werden, was diese Person denkt und fühlt.
  • können Kritik angemessen, klar und anständig mitteilen und mit konstruktiven Vorschlägen verbinden.
  • können Kritik annehmen und die eigene Position hinterfragen.
  • können Formen und Verfahren konstruktiver Konfliktbearbeitung anwenden.
  • können in einer Konfliktsituation einen Konsens suchen und diesen Konsens anerkennen.
  • können Konfliktsituationen, die sich nicht lösen lassen, aushalten und nach neuen Konfliktlösungsmöglichkeiten suchen; wenn nötig holen sie bei Drittpersonen Unterstützung.
  • können die von der Schule bereitgestellten Hilfen nutzen und Instrumente zur gewaltfreien Konfliktlösung akzeptieren.
  • können Menschen in ihren Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrnehmen und verstehen.

ÜK: Soziale Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können neue Herausforderungen erkennen und kreative Lösungen entwerfen.

ÜK: Methodische Kompetenzen

Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)

Die Schüler:innen

  • können gemeinschaftsfördernde Aktivitäten in der Klasse vorschlagen und umsetzen sowie Mitverantwortung für das Wohlergehen aller übernehmen (zum Beispiel Ordnung im Klassenzimmer, wertschätzender Umgang miteinander). (NMG.10.1.d) 
  • lernen, Konflikte in der Gruppe fair zu lösen, und können verschiedene Strategien anwenden (zum Beispiel Schlichtung, Abstimmung, Konsens). (NMG.10.1.e)
  • können sich in andere Menschen hineinversetzen und deren Gefühle, Bedürfnisse und Rechte respektieren und sich für sie einsetzen (zum Beispiel bei Streit, Mobbing). (NMG.10.1.f)
Deutsch (D)

Die Schüler:innen

  • können in anforderungsreichen Situationen (zum Beispiel Zeitdruck, Nebengeräusche) Emotionen der sprechenden Person einschätzen. (D.1.A.1f)
  • können in vertrauten Kommunikationssituationen Stimmungen wahrnehmen (zum Beispiel emotionale Verletzung, Betroffenheit, Wut, Ärger, Freude). (D.1.C.1c)
  • können nachfragen, wenn sie etwas in einem Gespräch nicht verstanden haben. (D.1.C.1c)
  • können verschiedenen, längeren Gesprächen folgen und dabei ihre aktive Beteiligung nonverbal, paraverbal und verbal zeigen (aktives Zuhören). (D1C.1.e)
  • können vertraute Kommunikationssituationen, die Absichten der Sprechenden und die emotionale Wirkung von Gehörtem einschätzen. (D1C.1.e)
  • können an einem Gespräch teilnehmen und die entsprechenden Gesprächsregeln meist einhalten (zum Beispiel zuhören, ausreden lassen). (D1C.1.e)
  • können in Aushandlungs- oder Konfliktsituationen das Gesprächsverhalten der anderen einschätzen und angemessen reagieren. (D.1.C.1f)
  • können ihre Gedanken im Gespräch einbringen, im Austausch verdeutlichen und ihre Meinung mit einem Argument unterstützen. (D.3C.1.e)
  • können in Konsens- und Konfliktgesprächen ihre eigene Meinung in Mundart und Standardsprache zum Ausdruck bringen und von sich aus mit einem Argument stützen. (D.3.C.1f) 
  • können im Gespräch auf vorhergehende Aussagen Bezug nehmen. (D.3.C.1g)
  • können eine angenehme und wertschätzende Gesprächsatmosphäre als Bereicherung erfahren und dies in eigenen Worten ausdrücken. (D3.D.1.b)
  • können über Sinn und Funktion von Gesprächsregeln nachdenken. (D3.D.1.c)
  • können sich darüber austauschen, welche (emotionale) Wirkung ein Gesprächsbeitrag auf sie hat. (D3.D.1.c)
  • können unter Anleitung darüber nachdenken, in welcher Art und Weise sie selber den Gesprächsverlauf beeinflusst haben. (D3.D.1.d)

Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen

  • Schauplatz Ethik 3/4 (Bernet et al. 2020)
    • Schauplatz Schulweg: Freundschaften, Begegnungen

    • Schauplatz Quartiertreff: Miteinander in der Freizeit

  • Schauplatz Ethik 5/6 (Bernet et al. 2020)
    • Schauplatz Schule: Wertschätzung und Respekt

  • Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
    • Seiten 126–135: Nein-Sagen, sich vor unangenehmen Situationen schützen; Grenzen setzen; Freiräume und Grenzen im persönlichen Lebenslauf.
  • feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
    • Verstehen und Verstanden werden
    • Stress verstehen
    • Umgang mit Konflikten
    • Nein-Sagen zu Rauchen oder Alkohol, auch als Teil des Themas Stress. 
  • Take Care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken (ZHAW 2024)
    • Problemlösefähigkeit
    • Soziale Unterstützung und Freunde
    • Schul- und Klassenklima

Programme und Projekte

  • Suchtprävention in der Schule – IPSY, 5. Klasse (Weichold et al. 2023)
    • Einheit 3: Kommunikation (verbal, nonverbal)
    • Einheit 5: Selbstsicherheit (Verhalten, Auftreten)
    • Einheit 6: Missverständnisse
    • Einheit 11: Neinsagen
  • Suchtprävention in der Schule – IPSY, 6. Klasse (Weichold et al. 2023)
    • Einheit 2: Kommunikation (verbal, nonverbal; Feedback geben und annehmen)
    • Einheit 4: Selbstsicherheit 
    • Einheit 5: Neinsagen

Zentrale Inhalte

Kinder und Jugendliche leben stark gegenwartsorientiert, das heisst auf die Befriedigung der aktuellen physiologischen und psychologischen Grundbedürfnisse und damit auf ihr physisches und emotionales Wohlbefinden ausgerichtet. Nebst der Beseitigung von Hunger und Durst gehört beispielsweise die Erfüllung der Bedürfnisse nach Anregung, Kompetenzerleben, Verbundenheit und Autonomie dazu [Holodynski u. Oerter 2008, Ryan et al. 2022]. Um diese Bedürfnisse zu erfüllen, handeln Kinder und Jugendliche und nutzen beispielsweise ab dem Alter von etwa 11 Jahren vermehrt die digitalen Medien auf einem Handy [Suter et al. 2023].

Die Nutzung von digitalen Medien oder der Konsum von Genussmitteln kann dabei auch der Stressreduktion und der Bewältigung von negativen Gefühlen dienen [Belisle u. Dixon 2020]. Letzteres war gemäss der Schweizer HBSC-Befragung aus dem Jahr 2022 für einen kleineren Teil der 11- bis 12-jährigen Kinder das Motiv, wenn sie soziale Medien oder Messengers nutzten [Delgrande Jordan u. Schmidhauser 2023].

Das Bedürfnis, etwas zu konsumieren, kann auch dadurch entstehen, dass Produkte mit bestimmten Eigenschaften in echt oder bildlich dargeboten werden, beispielsweise Lebensmittel mit süssem Geschmack oder digitale Medien mit ihrem Aufheiterungs- und Unterhaltungsangebot  [Boswell u. Kober 2016, Greenberg u. St. Peter 2021, Reinecke, Gilbert u. Eden 2022, Westwater, Fletcher u. Ziauddeen 2016].

Im Zusammenhang mit dieser Bedürfnisbefriedigung zielt Suchtprävention im zweiten Zyklus auf die Sensibilisierung für das eigene Konsumverhalten, und dies vor allem hinsichtlich verschiedener Genussmittel und digitaler Medien, die abhängig machen können. Konsummotive im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen werden nur angesprochen, wenn deren Konsum in diesem Alter bereits auftritt.

Dabei ist das emotionale Erleben ein zentraler Schlüssel für die Selbstwahrnehmung und die Initiierung einer Verhaltensänderung [Holodynski, Hermann u. Kromm 2013]. Über das Thematisieren und Erfahren beispielsweise von Konsum und Verzicht oder von Spannung und Entspannung wird es möglich, die dem Konsum zugrunde liegenden Bedürfnisse und Emotionen wahrzunehmen. Indem alternative Aktivitäten erprobt werden, die emotional ähnlich positiv wirken, kann ein neuer Umgang mit der eigenen Bedürfnisbefriedigung initiiert werden [Onrust et al. 2016].

Das sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem später massvollen Umgang mit potenziellen Suchtmitteln.

Bezüge zum Lehrplan 21

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Die Schüler:innen

  • diskutieren und erproben Handlungsmöglichkeiten und Gewohnheiten, die Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und fördern.

BNE: fächerübergreifendes Thema Gesundheit

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen ausdrücken.
  • können ihre Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren.
  • können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern.

ÜK: Personale Kompetenzen

Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)

Die Schüler:innen

  • können Grundbedürfnisse von Menschen nach Dringlichkeit ordnen und Wünsche von überlebenswichtigen Bedürfnissen unterscheiden (zum Beispiel Nahrung, Wohnen versus Spielsachen, Ausflüge). (NMG.6.5.e)
  • können an Beispielen Konsumentscheidungen unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten prüfen sowie Alternativen der Bedürfnisdeckung diskutieren (zum Beispiel selber herstellen). (NMG.6.5.g)
Medien und Informatik (MI)

Die Schüler:innen

  • können Vor- und Nachteile direkter Erfahrungen, durch Medien oder virtuell vermittelter Erfahrungen benennen und die persönliche Mediennutzung begründen. (MI.1.1b)
  • können die Grundfunktionen der Medien benennen (Information, Bildung, Meinungsbildung, Unterhaltung, Kommunikation); kennen Mischformen und können typische Beispiele aufzählen (Infotainment, Edutainment). (MI.1.2d)

Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen

  • Schauplatz Ethik 3/4 (Bernet et al. 2020)
    • Schauplatz Chilbi: Was für ein Spass (zum Beispiel: Soll man immer versuchen, möglichst viel Spass zu haben?)
    • Schauplatz Quartiertreff: Spielen (online und offline); Was sich Kinder wünschen
  • NaTech 3/4: Natur und Technik (Bölsterli Bardy et al. 2017)
    • Was tut gut? Schlafen, Essen und Trinken, Bewegung, Freundschaften
    • Wer bist du? Wer wirst du? Interessen
  • NaTech 5/6: Natur und Technik (Bölsterli Bardy et al. 2017)
    • Was braucht dein Körper? Untersuche, wie dein Körper funktioniert
    • Wie wirst du erwachsen? Erkunde Veränderungen im Verlauf der Pubertät
  • Connected 1 (Hartmann et al. 2018)
    • 1C Von Heldinnen und Helden
    • 1G Wozu benutzt du Medien?
  • Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
    • Seiten 308–311: massvoller Konsum; Wünsche
    • Seiten 318–322: Trauer und Traurigkeit; in schwierigen Situationen im Leben durchhalten
    • Seite 347: was mir guttut
  • Ich du wir Konsum (Kaufmann et al. 2015)
    • Karten 15, 17, 19, 21, 23, 24: Motive des Konsums, massvoller Konsum, Wünsche, Geldverbrauch.
  • feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
    • Gründe für den Cannabiskonsum
    • Wie Online-Games und soziale Netzwerke dich fesseln
    • Hilfestellungen für Rauchstopp
  • Take Care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken (ZHAW 2024)
    • Aktivitäten in der Natur
    • Offline-Beschäftigungen

Programme und Projekte

Zentrale Inhalte

Normen und Werte der Familie, der Gleichaltrigen und weiterer persönlich wichtiger Bezugspersonen beeinflussen die eigenen Einstellungen und damit auch das eigene Konsumverhalten. Der eigene Lebensstil passt sich teilweise der Gruppe an, in der man sich bewegt oder bewegen möchte [Bandura 2001, Infodrog 2021, Jessor 2016, Leather 2009].

Auch das Produktmarketing für Genuss- und Suchtmittel prägt diese Vorstellungen von Normalität mit: Mit Bild und Wort spricht die Werbung spezifische Gruppen von Menschen an und verbindet den Konsum von Genuss- und Suchtmitteln mit positiven Emotionen [Courtney, Casey u. Rapuano 2020, Sylvetsky et al. 2020, Maksi et al. 2024]. Die Realitäten des Lebensalltags und die Risiken des Konsums für die Gesundheit werden dabei weitgehend ausgeblendet [Sucht Schweiz 2024]. 

In der schulischen Suchtprävention geht es deshalb darum, die Schüler:innen für diese Einflüsse von aussen zu sensibilisieren und die Vorstellungen darüber, was bezüglich Konsumverhalten normal ist, kritisch zu hinterfragen. Um wirksam zu sein, ist es allerdings wichtig, die hinter dem Konsum- und Nutzungsverhalten liegenden Bedürfnisse, wie jene nach Anregung, Zugehörigkeit und positivem Erleben, zu berücksichtigen. Nur durch das gleichzeitige Erleben von Möglichkeiten, wie diese Bedürfnisse alternativ und ohne Rückgriff auf riskante Verhaltensweisen erfüllt werden können, kann eine Standfestigkeit gegenüber Konsumangeboten gestärkt werden [Belisle u. Dixon 2020, Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Onrust et al. 2016].

Ein positives und inklusives Schulklima mit nachvollziehbaren Regeln und Normen ist für solche Prozesse ein wichtiger Pfeiler [Weichold et al. 2023].

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können sich eigener Meinungen und Überzeugungen (zum Beispiel zu Geschlechterrollen) bewusst werden und diese mitteilen.
  • können eigene und andere Meinungen und Überzeugungen auf zugrundeliegende Argumente (Fakten, Interessen, Werte) hin befragen.

ÜK: Personale Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen.
  • können Menschen in ihren Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrnehmen und verstehen.

ÜK: Soziale Kompetenzen

Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)

Die Schüler:innen

  • können Geschlechterrollen (zum Beispiel Merkmale, Stereotypen, Verhalten) beschreiben und hinterfragen sowie Vorurteile und Klischees in Alltag und Medien erkennen. (NMG.1.6d)
  • können an Beispielen den Wandel von Konsumgewohnheiten untersuchen sowie Auswirkungen auf den Alltag aufzeigen (zum Beispiel Schulutensilien). (NMG.6.5.d)
  • können Konsumgüter als Statussymbole und als Zeichen der Zugehörigkeit oder Abgrenzung von Gruppen erkennen. (NMG.6.5.f)
  • können im eigenen Handeln Werte erkennen und beschreiben, wie sie Verantwortung übernehmen können (zum Beispiel Ressourcennutzung, zwischenmenschlicher Umgang). (NMG.11.3d) 
  • können Werte und Normen verschiedener Generationen vergleichen (zum Beispiel Gehorsam, Bedeutung materieller Güter, Freizeit). (NMG.11.3e) 
  • können Werte, die in ihrem Leben bedeutsam sind, beschreiben, vertreten und mit denen von anderen vergleichen. (NMG.11.3f)
Medien und Informatik (MI)

Die Schüler:innen

  • können Folgen medialer und virtueller Handlungen erkennen und benennen (zum Beispiel Identitätsbildung, Beziehungspflege, Cybermobbing). (MI1.1.c)
  • können Informationen aus verschiedenen Quellen gezielt beschaffen, auswählen und hinsichtlich Qualität und Nutzen beurteilen. (MI.1.2e)

Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen

  • Schauplatz Ethik 5/6 (Bernet et al. 2020)
    • Schauplatz Stadion: Fan sein
    • Atelier virtuelle Welten: Alles Schein?
    • Schauplatz Kiosk: Wie interessant! (zum Beispiel: Neuigkeiten verbreiten)
    • Schauplatz Schule: Ganz normal?!
  • Ich du wir Konsum (Kaufmann et al. 2015)
    • Karte 22: «In» oder «out»
  • Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
    • Seite 100: Werte
    • Seiten 140, 147–152: Rollenerwartungen
    • Seite 312: Konsummuster und Werbestrategien
  • feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
    • Was ist Werbung?
    • Werbung der Alkoholindustrie
    • Verführung der Jugend: Die Tricks der Nikotinindustrie

Programme und Projekte

Zentrale Inhalte

Die Kenntnis über Risiken bei der Nutzung von digitalen Medien ist eine wichtige Grundlage, damit die Schüler:innen informierte Entscheide treffen und zunehmend selbstverantwortlich handeln können [Kirchhoff u. Keller 2021, Onrust et al. 2016]. Mit Beginn der Nutzung eines Handys (etwa ab dem Alter von 11 Jahren) [Suter et al. 2023] können Schüler:innen für Symptome eines übermässigen Gebrauchs oder einer Sucht sensibilisiert werden, wie beispielsweise Müdigkeit, das Vernachlässigen anderer Tätigkeiten oder erfolglose Versuche, die Nutzung einzuschränken [Stortz u. Perissinotto 2024].

Die Risiken im Zusammenhang mit dem Konsum von psychoaktiven Substanzen werden nur thematisiert, wenn deren Konsum in diesem Alter bereits auftritt. 

Beobachtet die Lehrperson Symptome einer übermässigen Mediennutzung oder des Konsums von psychoaktiven Substanzen bei einzelnen Schüler:innen, können diese in einem vertraulichen Gespräch auf eine mögliche Gefährdung angesprochen werden, am besten über das Thematisieren eines möglichen Leidensdrucks [Stortz u. Perissinotto 2024].

Suchtpräventiv wichtig ist es, dass die Schüler:innen lernen, die eigenen Kompetenzen im Umgang mit riskantem Verhalten realistisch einzuschätzen, und dass sie Möglichkeiten kennenlernen, wie sie die gewünschten Aktivitäten in gesicherter Weise ausführen können, beispielsweise durch eine App-gestützte Beschränkung in der Nutzung von digitalen Medien [Stortz u. Perissinotto 2024]. Wichtig sind auch Hinweise auf Selbsttests, die die Reflexion über das eigene Handeln ermöglichen, und auf Fachstellen, die bei einer Gefährdung Unterstützung anbieten.

Schliesslich gehört es dazu, dass die Lehrpersonen die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz vermitteln und deren Sinn – den Schutz vor negativen körperlichen und psychischen Folgen von Substanzkonsum und Mediennutzung – aufzeigen. Diese gesetzlichen Bestimmungen bilden auch den verbindlichen Rahmen für die Schule im Umgang mit dem Substanzkonsum und der Nutzung digitaler Medien auf dem Schulhausareal und während der Schulzeiten.

Bezüge zum Lehrplan 21

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Die Schüler:innen

  • befassen sich mit … gesundheitlichen Risiken … und erkennen vielfältige Einflüsse auf die Gesundheit. Sie diskutieren und erproben Handlungsmöglichkeiten und Gewohnheiten, die Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und fördern … Dazu gehören … die Einschätzung von Gefahren … bei der Freizeitgestaltung … (S. 43). 

BNE: fächerübergreifendes Thema Gesundheit

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können Stärken und Schwächen ihres Lern- und Sozialverhaltens einschätzen.
  • können Herausforderungen annehmen und konstruktiv damit umgehen.
  • können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern.
  • können sich Unterstützung und Hilfe holen, wenn sie sie benötigen.

ÜK: Personale Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können Kritik annehmen und die eigene Position hinterfragen.

ÜK: Soziale Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen

Die Schüler:innen

  • können die gesammelten Informationen strukturieren und zusammenfassen und dabei Wesentliches von Nebensächlichem unterscheiden.
  • können Informationen vergleichen und Zusammenhänge herstellen (vernetztes Denken).
  • können die Qualität und Bedeutung der gesammelten und strukturierten Informationen abschätzen und beurteilen.
  • können bekannte Muster hinter der Aufgabe/​dem Problem erkennen und daraus einen Lösungsweg ableiten.

ÜK: Methodische Kompetenzen

Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)

Die Schüler:innen

  • können Mitverantwortung für Gesundheit und Wohlbefinden übernehmen und können sich vor Gefahren schützen. (NMG.1.2)
  • kennen Möglichkeiten, Gesundheit zu erhalten und Wohlbefinden zu stärken (zum Beispiel Bewegung, Schlaf, Ernährung, Körperpflege, Freundschaften). (NMG.1.2c)
  • kennen präventive Vorkehrungen zur Erhaltung der Gesundheit und können diese umsetzen (zum Beispiel Hygienemassnahmen, Körperpflege, Ernährung, Bewegung). (NMG.1.2f)
  • können Merkmale von Abhängigkeiten und Sucht beschreiben und Möglichkeiten der Prävention erkennen. (NMG.1.2f)
  • können Reaktionen im Körper auf Grund von Bau und Funktion einzelner Organe erkennen und Folgerungen ableiten (NMG.1.4d)
  • können Grundlagen für die Gesunderhaltung des Körpers nennen und entsprechend handeln. (NMG.1.4f)
  • können Rechte und Pflichten von Individuen in unserer Gesellschaft nennen. (NMG.10.5e)
Bewegung und Sport (BS)

Die Schüler:innen

  • können Gefahrensituationen beurteilen und angepasst handeln. (BS.5.1.3f)
Medien und Informatik (MI)

Die Schüler:innen

  • können Vor- und Nachteile direkter Erfahrungen, durch Medien oder virtuell vermittelter Erfahrungen benennen und die persönliche Mediennutzung begründen. (MI.1.1b)
  • können Folgen medialer und virtueller Handlungen erkennen und benennen (zum Beispiel Identitätsbildung, Beziehungspflege, Cybermobbing). (MI.1.1c)
  • können in ihren Medienbeiträgen die Sicherheitsregeln im Umgang mit persönlichen Daten einbeziehen (zum Beispiel Angaben zur Person, Passwort, Nickname). (MI1.3.d)
  • können mittels Medien kommunizieren und dabei die Sicherheits- und Verhaltensregeln befolgen. (MI1.4.c)

Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen

  • Connected 1 (Hartmann et al. 2018)
    • 1A Medien – deine täglichen Begleiter
    • 1B Dein Medientagebuch
  • feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
    • Risiken des Alkohol-, Tabak/​Nikotin- und Cannabiskonsums, einschliesslich Selbsttests
    • Hilfestellungen für Rauchstopp
    • Rechtslage zu den Substanzen Alkohol, Tabak/​Nikotin, Cannabis
    • Informationen zu Glücksspiel und Onlinesucht, einschliesslich Selbsttests
    • Schweizerkarte mit Fachstellen
  • Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
    • Seiten 252–255: Erkennen, dass Probleme allgegenwärtig sind; Lösungsansätze in Problemsituationen, unter anderem Hilfe holen.

Programme und Projekte

Lehrmittel und Unterrichtsmaterialien

Schauplatz Ethik 3/4

Bernet, Mario et al. 2020. Schauplatz Ethik 3/4 - Wahrnehmen, fragen, begründen (3. und 4. Klasse). Zürich: Lehrmittelverlag Zürich (LMVZ). 

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

Schauplatz Ethik 5/6

Bernet, Mario et al. 2020. Schauplatz Ethik 5/6 - Wahrnehmen, fragen, begründen (5. und 6. Klasse). Zürich: Lehrmittelverlag Zürich (LMVZ). 

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

NaTech 3/4: Natur und Technik

Bölsterli Bardy, Katrin et al. 2017. NaTech 3/4: Natur und Technik (3. und 4. Klasse). Zürich, Bern: Lehrmittelverlag Zürich, Schulverlag plus AG.

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

NaTech 5/6: Natur und Technik

Bölsterli Bardy, Katrin et al. 2017. NaTech 5/6: Natur und Technik (5. und 6. Klasse). Zürich, Bern: Lehrmittelverlag Zürich, Schulverlag plus AG.

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

MIA in der 3. und 4. Klasse

Meyer, Larissa, und Wespi, Nicole. 2023. MIA in der 3. und 4. Klasse: 10 Comic-Geschichten. Bern: hep Verlag.

Das Heft enthält zehn abenteuerliche Geschichten. Diese bieten die Gelegenheit, verschiedene digitale Anwendungskompetenzen zu üben (Präsentationen, Tabellen und Grafiken erstellen; Audios und Filme produzieren; Informationen recherchieren) und die eigene Mediennutzung zu reflektieren. Eine frei zugängliche Website enthält ergänzende Materialien, Hintergrundinformationen und konkrete Umsetzungsvorschläge.

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

mia-comic.ch

Connected 1

Hartmann, Werner, Diana Jurjević, Fabienne Senn, Bettina Waldvogel, Urs Zuberbühler. 2018. Connected: Medien und Informatik. 1. Zürich: LMVZ.

Connected 1 ist Teil eines Spiralcurriculums von der 5.–9. Klasse. Das persönliche Arbeitsbuch für die Schüler:innen der 5. Klasse ist in fünf Kapitel gegliedert und enthält kombiniertes Input- und Arbeitsmaterial. Mit Hilfe alltagsnaher Aufgaben lernen die Schüler:innen die Codierung von Text und Bild kennen. Der Band enthält Stoff für eine Wochenlektion während einem Schuljahr und zusätzliches Material für die Vertiefung und für projektorientierten Unterricht. Das Arbeitsbuch ist auch digital erhältlich.

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

Zur Webseite

feel-ok.ch

Radix Schweizerische Gesundheitsstiftung. 2025 (Version 14). «feel-ok.ch - Eine Gesundheitsplattform für Jugendliche». 

Die Website der Schweizerischen Gesundheitsstiftung Radix bietet Jugendlichen kostenlose Informationen und Dienstleistungen zu gesundheits- und gesellschaftsrelevanten Themen. Für Lehrpersonen und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sind didaktische Unterlagen (Wissensfragen, Gruppenarbeiten und interaktive Tools) aufgeschaltet, mit denen Jugendliche die Inhalte von feel-ok.ch selbstständig bearbeiten können. Zu vielen Themen stehen Informationen und Links für Eltern zur Verfügung.

feel-ok.ch

Förderung exekutiver Funktionen

Walk, Laura M. und Wiebke F. Evers. 2013. Förderung exekutiver Funktionen. Wissenschaft, Praxis, Förderbeispiele. Bad Rodach: Wehrfritz GmbH.

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

Ich Du Wir Konsum

Kaufmann, Hänsu, Sabine Schnell, und Heinrich Werthmüller. 2015. Ich Du Wir Konsum (2. Aufl.). Bern: Schulverlag plus.

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

Informationen zur Lehrmittelreihe
IPSY – Suchtprävention in der Schule

In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich.

Informationen zum Spiralcurriculum
Take Care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken

ZHAW 2024 – Departemente Angewandte Psychologie und Gesundheit. 2024. Unterrichtsmaterialien zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Winterthur: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Die Materialien für Primarstufe zeigen, wie zehn wichtige Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit im Unterricht durch Lebenskompetenzenförderung und spezifische Aktivitäten gestärkt werden können. Zusätzlich bestehen Broschüren für Eltern sowie Fachinformationen.

Zu den Unterrichtsmaterialien

Wetterfest Informationen zum online verfügbaren Lehrmittel

Literaturverzeichnis

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    Annual Review of Psychology 52 (1): 1–26.

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  • Delgrande Jordan, Marina, und Valentine Schmidhauser (2023) Comportements en ligne des 11 à 15 ans en Suisse – Situation en 2022 et évolution récente.

    Résultats de l’étude Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (rapport de recherche No 154). Lausanne: Addiction Suisse.

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  • Sucht Schweiz (2024) Schweizer Suchtpanorama 2024.

    Lausanne: Sucht Schweiz.

  • Suter, Lilian, Jael Bernath, Isabel Willemse, Céline Külling, Gregor Waller, Patricia Skirgaila, und Daniel Süss (2023) MIKE – Medien, Interaktion, Kinder, Eltern: Ergebnisbericht zur MIKE-Studie 2021.

    Zürich: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). 

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    Vienna: United Nations Office on Drugs and Crime.

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    2., überarbeitete Auflage. Göttingen: Hogrefe.

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Letzte Aktualisierung: 24. August 2026