Sucht im 3. Zyklus
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Aktuelle Zahlen
In der Schweizer HBSC-Studie aus dem Jahr 2022 [Delgrande Jordan, Balsiger u. Schmidhauser 2023] wurden 13- bis 15-Jährige gefragt, ob sie in den 30 Tagen vor der Befragung an mindestens ein bis zwei Tagen eine Substanz konsumiert hatten. Die Anteile der Jugendlichen, die dieser Aussage zustimmten, stiegen mit dem Alter kontinuierlich an:
- Alkohol: 17 Prozent der 13-Jährigen, 43 Prozent der 15-Jährigen
- Elektronische Zigaretten (Nikotin): 10 Prozent der 13-Jährigen, 25 Prozent der 15-Jährigen
- Herkömmliche Zigaretten: 6 Prozent der 13-Jährigen, 16 Prozent der 15-Jährigen
- Andere Tabakprodukte (Snus, Schnupftabak, Wasserpfeife, usw.): 2 bis 7 Prozent der 14-Jährigen, 3 bis 10 Prozent der 15-Jährigen
- Illegales Cannabis: 5 Prozent der 14-Jährigen, 10 Prozent der 15-Jährigen
- Produkte mit Cannabidiol (CBD): 3 Prozent der 14-Jährigen, 5 Prozent der 15-Jährigen.
Mindestens einmal im Leben konsumiert hatten gemäss Selbstbericht:
- Medikamente zur Berauschung: 7 Prozent der 14-Jährigen, 12 Prozent der 15-Jährigen
- Illegale Substanzen (andere als Cannabis): 0 bis 1,5 Prozent der 14-Jährigen, 0,5 bis 3 Prozent der 15-Jährigen.
Rund 8 Prozent der 15-Jährigen fielen durch einen Mischkonsum von mindestens zwei Substanzen in problematischem Ausmass auf [Delgrande Jordan, Balsiger u. Schmidhauser 2023].
Im Bereich der digitalen Medien ist die Nutzung sozialer Netzwerke (Tiktok, Instagram, Snapchat usw.) mehrmals pro Woche weit verbreitet. Auch Gamen gehört zu den häufigen Bildschirmaktivitäten, sei dies allein oder mit anderen zusammen (online oder im selben Raum mit den anderen) [Delgrande Jordan u. Schmidhauser 2023, Külling et al. 2022].
Gemäss HBSC-Studie 2022 [Delgrande Jordan u. Schmidhauser 2023] zeigen 7 Prozent der Jugendlichen ein problematisches Nutzungsverhalten in Bezug auf soziale Medien, und 3 Prozent der Jugendlichen haben Schwierigkeiten, beim Gamen ihre Nutzung zu kontrollieren. Dies äussert sich unter anderem in erfolglosen Versuchen, weniger Zeit damit zu verbringen oder seltener daran zu denken.
Wichtige Themen
Suchtprävention im dritten Zyklus verfolgt verschiedene Ziele: Tritt der Konsum (noch) nicht auf, geht es darum, abstinentes Verhalten zu stärken und den Einstieg kurz- bis mittelfristig hinauszuschieben. Tritt der Konsum auf, zielt Suchtprävention darauf, einen risikoarmen Gebrauch zu etablieren und den übermässigen Gebrauch zu verhindern, um Schädigungen und negative Begleitfolgen sowie den Übergang in eine Sucht zu verhindern.
Gleichzeitig entwickeln sich bei den Jugendlichen des dritten Zyklus Verhaltens- und Erlebensweisen weiter, die als individuelle Schutz- oder Risikofaktoren die psychosoziale Entwicklung mitprägen und den aktuellen und späteren Umgang mit Genussmitteln, digitalen und psychoaktiven Substanzen beeinflussen [Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Kirchhoff 2024].
Als wichtiger suchtpräventiver Schutzfaktor steht in der Schule die Förderung von überfachlichen Kompetenzen – auch Lebenskompetenzen genannt – im Mittelpunkt. Damit werden die Schüler:innen kontinuierlich darin gestärkt, die Herausforderungen des Schulalltags und des Lebens zunehmend aus eigener Kraft zu bewältigen und einen selbstregulierten Umgang mit persönlichen, auch für die Suchtentwicklung relevanten Risikofaktoren wie etwa hoher Impulsivität oder Emotionalität zu entwickeln [Jerusalem u Meixner-Dahle 2021, Onrust et al. 2016, Siegel 2015, Zhuang et al. 2023]. Dazu gehört auch die Stärkung der allgemeinen Kommunikations- und Beziehungskompetenzen, einschliesslich der konstruktiven Problemlösung in sozialen Situationen [Onrust et al. 2016].
Zudem können Schüler:innen dafür sensibilisiert werden, wie sowohl persönliche Grundbedürfnisse als auch externe Faktoren das eigene Konsumverhalten beeinflussen. Zu letzterem zählen etwa die Produkteigenschaften von Genussmitteln [Greenberg u. St. Peter 2021, Westwater, Fletcher u. Ziauddeen 2016], psychoaktiven Substanzen [Onrust et al. 2016] und digitalen Medien [Reinecke, Gilbert u. Eden 2022] oder auch die Normen und Werte, wie sie im sozialen Umfeld vorgelebt oder über Werbung und Unterhaltungsmedien vermittelt werden [Courtney, Casey u. Rapuano 2020].
Bezüglich des Substanz- und Medienkonsums ist im dritten Zyklus die Wissensvermittlung zu gesundheitlichen Risiken, zu Symptomen eines übermässigen Konsums oder einer Sucht sowie zu den gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz wichtig. Indem die Schulen Fachstellen vermitteln, die bei problematischem Konsum unterstützen, können hilfreiche ausserschulische Ressourcen für die jungen Menschen und ihre Familien eröffnet werden.
Mit diesen suchtpräventiven Schwerpunkten trägt die Schule zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler:innen bei. Sie unterstützt die Schüler:innen darin, informierte und reflektierte Entscheidungen zu treffen und die Entwicklungsaufgaben zu bewältigen [Hurrelmann u. Quenzel 2015, Kirchhoff u. Keller 2021, UNODC 2018].
Eine Unterrichtsform, die es den Schüler:innen erlaubt, sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen, erweist sich als wirksamste Methode der Wissensvermittlung und Kompetenzförderung [Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020]. Ausschlaggebend ist es, dass diese verschiedenen Kompetenzen und Wissenselemente kontinuierlich in den vielfältigen Situationen des Lernens und Zusammenlebens im Schulalltag gestärkt werden [Kirchhoff 2024].
Im Folgenden werden die Themen, die im dritten Zyklus wichtig sind, ausführlicher dargestellt. Für jedes Thema werden Bezüge zum Lehrplan 21 hergestellt sowie Lehrmittel und Unterrichtsmaterialien empfohlen.
1. Selbstregulation
Zentrale Inhalte
Ein zentraler Faktor der verhaltensorientierten Suchtprävention ist die Stärkung der Selbstregulation. Bedeutsam sind die Fähigkeit der Selbstbeobachtung bezüglich Verhalten, Emotionen, Gedanken und Überzeugungen ebenso wie die Fähigkeit zur Aufmerksamkeits- und Impulskontrolle und zum Belohnungsaufschub. Auch die Fähigkeit, verhaltensbezogene Ziele zu setzen und diszipliniert zu verfolgen, gehört dazu [Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Li et al. 2021, Onrust et al. 2016, Yang et al. 2022].
Suchtpräventiv bedeutsam sind diese Fähigkeiten besonders dann, wenn sie den zunehmend selbstregulierten Umgang mit externalisierenden Verhaltenstendenzen wie Impulsivität, Hyperaktivität und Aggression ermöglichen und bei der Linderung von depressiven Stimmungen unterstützen. Beide Neigungen sind bedeutsame individuelle Risikofaktoren für übermässigen Substanzkonsum und Suchtentwicklung [Belisle u. Dixon 2020, Siegel 2015, Hussong et al. 2017, Yang et al. 2022].
Der Schulalltag ist prädestiniert, um Schüler:innen langfristig in ihrer Selbstregulation zu stärken. Ziel ist es, den Aufbau dieser Fähigkeiten über die ganze Schulzeit hinweg altersangemessen zu unterstützen. Auf der Grundlage der Förderung der Selbstwahrnehmung kann die Verhaltensregulation durch gemeinsam erarbeitete Strategien und Regeln angestossen werden. Auch mit Blick auf die Emotions- und Stressregulation ist die Einführung von möglichen Strategien in der Klasse hilfreich. Diese muss jedoch erweitert werden durch eine individuelle Begleitung der Schüler:innen und persönlich zugeschnittene Möglichkeiten im Umgang mit negativen Emotionen oder Verhaltensauffälligkeiten [Hövel et al. 2024].
Bezüge zum Lehrplan 21
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen ausdrücken.
- können Stärken und Schwächen ihres Lern- und Sozialverhaltens einschätzen.
- können auf ihre Stärken zurückgreifen und diese gezielt einsetzen.
- können sich in neuen, ungewohnten Situationen zurechtfinden.
- können Herausforderungen annehmen und konstruktiv damit umgehen.
- können (…) das eigene Lernen organisieren, die Zeit einteilen und bei Bedarf Pausen einschalten.
- können sich auf eine Aufgabe konzentrieren und ausdauernd und diszipliniert daran arbeiten.
- können Strategien einsetzen, um eine Aufgabe auch bei Widerständen und Hindernissen zu Ende zu führen.
- können sich Unterstützung und Hilfe holen, wenn sie diese benötigen.
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können unterschiedliche Sachverhalte sprachlich ausdrücken und sich dabei anderen verständlich machen.
- können einschätzen, wie schwer oder leicht ihnen die Aufgaben/Problemlösungen fallen werden.
- können Ziele für die Aufgaben und Problemlösungen setzen und Umsetzungsschritte planen.
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)
Die Schüler:innen
- kennen Möglichkeiten, mit Spannungssituationen und Stress umzugehen (zum Beispiel Pausengestaltung, Bewegung). Verbindlich: Erholung, Entspannung, Planungshilfen, Lerntechniken. (RKE.5.1b)
- lernen auf Gefühle und Bedürfnisse zu achten, Spannungen wahrzunehmen und wo nötig auszuhalten. (RKE.5.4a)
Deutsch (D)
Die Schüler:innen
- können sich selbstständig an Gesprächsregeln halten und nötigenfalls erweitern und modifizieren bzw. im Gespräch thematisieren (zum Beispiel sich vor dem Reden melden, zu den anderen gerichtet sprechen). (D.3.C.1.h)
Bewegung und Sport (BS)
Die Schüler:innen
- können in Wagnissituationen verantwortungsbewusst handeln. (BS.2 A.1.5d)
- können Emotionen kontrollieren (zum Beispiel Schiedsrichterentscheide akzeptieren). (BS.4.B.1.6d)
- können Emotionen selbstständig reflektieren (zum Beispiel Umgang mit Aggressivität). (BS.4.B.1.6e)
- können bewusst mit Emotionen umgehen. (BS.4.B.1.6f)
Berufliche Orientierung (BO)
Die Schüler:innen
- können Elemente ihres Persönlichkeitsprofils wahrnehmen und beschreiben (Fähigkeiten, Voraussetzungen, Interessen, Einstellungen, Werte). (BO1.1.a)
- können verschiedene Methoden der Entscheidungsfindung an einfachen Alltagssituationen anwenden (zum Beispiel Entscheidungsbaum, Pro/Contra, Gefühl/Vernunft). (BO.3.1.a)
- können Schwierigkeiten, belastende Gefühle und Gründe für Frustration im Bildungs- und Berufswahlprozess benennen, sich damit auseinandersetzen und sich ihrer Ressourcen bewusst bleiben (zum Beispiel Fähigkeiten, Unterstützung im Umfeld). (BO.3.2a)
- können mit Erziehungsberechtigten und/oder Fachpersonen Schwierigkeiten im Bildungs- und Berufswahlprozess analysieren (zum Beispiel persönliche Voraussetzungen, Wirtschaftslage, Arbeitsmarkt). (BO.3.2.b)
- können bei Schwierigkeiten ressourcenorientiert Lösungen entwickeln (zum Beispiel alleine, mit Erziehungsberechtigten und/oder Fachpersonen). (BO.3.2c)
Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen
- Schauplatz Ethik 7–9 (Allemann et al. 2020)
- Schauplatz Spital: Gedanken, Fragen und Gefühle
- Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
- Seiten 114–121: Umgang mit Gefühlen
- Seiten 321–328: in schwierigen Situationen im Leben durchhalten, selbstverantwortliche Entscheidungen treffen; persönliche Lebensperspektive und Kraftquellen; Lösungsstrategien
- Der kleine Unterschied – Gendersensible Suchtprävention (Sucht Schweiz 2024)
- Film 6 «Ein Stress kommt selten allein» für Mädchen: Leistungsdruck und Stress thematisieren, Coping-Strategien kennenlernen
- Film 7 «Typisch Mädchen – typisch Jungs»: Voneinander lernen im Umgang mit Belastungen
- Schritte ins Leben (Estermann u. Odermatt 2018)
- Meine Ressourcen, meine Stärken, einschliesslich Stress, aus Schwierigkeiten herausfinden, Davon träume ich
- Take Care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken (ZHAW 2024)
- Stress, Entspannung und Selbstwert
- Einsamkeit
- Glück
- «Heb der Sorg!» (ZHAW 2024)
- Stressknacker
- Umgang mit Liebeskummer, Tod und Verlust, Trennung und Scheidung der Eltern
- Onlinesucht: selbstregulierter Umgang mit dem Handy
- Sucht und Abhängigkeit: alternativer Umgang mit negativen Gefühlen (statt Konsum von Suchtmitteln)
- Wie geht es dir? (Bürgisser, Lehner u. Kaspar 2025)
- App kennenlernen: «Wie geht es dir?»; Emotionen von A–Z
- Was tut mir gut?
- Umgang mit Stress (inklusive Zeitmanagement; Konzentration – Strategien gegen Ablenkung; Lerntechniken – Prüfungsstress mildern
- Die eigene Befindlichkeit kennen – Hochs und Tiefs gehören dazu
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 7. Klasse / 1. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 4: Umgang mit Gefühlen und Stress
- Einheit 7: Schule und Freizeit
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 8. Klasse / 2. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 1: Identität, persönliche Stärke; Entscheidungen treffen und umsetzen
- Einheit 2: Schule und persönliche Zukunft
- Einheit 5: Lernen und Mitgestaltung der Schule
2. Kommunikations- und Beziehungskompetenzen
Zentrale Inhalte
Allgemeine Kommunikations- und Beziehungskompetenzen wie aktives Zuhören, das Einstehen für eigene Bedürfnisse und Sichtweisen sowie Problemlösefähigkeiten in sozialen Konflikten sind grundlegende Fähigkeiten, um den Lebensalltag und das Gemeinschaftsleben verantwortungsvoll und selbstbestimmt zu meistern. Eine gelingende Kommunikation und konstruktive Beziehungen sind Zeichen für gelebte Teilhabe und Inklusion. Sie stärken die Selbstwirksamkeitsüberzeugung der Schüler:innen in sozialen Situationen und wirken sich positiv auf den Selbstwert und puffernd gegenüber emotionalem Stress und Depression aus. Dadurch sind Kommunikations- und Beziehungskompetenzen auch suchtpräventiv wirksam, indem sie die jungen Menschen beispielsweise darin befähigen, mit Gruppendruck konstruktiv umzugehen [Bandura et al. 1999, Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Infodrog 2021, Onrust et al. 2016, Siegel 2015].
Die Schule als Lebenswelt, in der junge Menschen viel Zeit verbringen und essenzielle soziale und emotionale Erfahrungen machen, ist aufgefordert, ein Zusammenleben zu schaffen, in dem die Kommunikations- und Beziehungskompetenzen der Schüler:innen gefördert werden. Nebst spezifischen Unterrichtselementen sind die vielfältigen Lerngelegenheiten des Schulalltags entscheidend für die Förderung der Kompetenzen. So ermöglichen beispielsweise ein gemeinsam erarbeitetes Vorgehen bei sozialen Konflikten und gemeinsam festgelegte Regeln des Umgangs miteinander, dass Schüler:innen mehr und mehr die Verantwortung für das Zusammenleben übernehmen [Kirchhoff 2024].
Bezüge zum Lehrplan 21
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können Argumente abwägen und einen eigenen Standpunkt einnehmen.
- können die Argumente zum eigenen Standpunkt verständlich und glaubwürdig vortragen.
- können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern; sie können in Auseinandersetzungen nach Alternativen oder neuen Wegen suchen.
- können einen eigenen Standpunkt einnehmen und vertreten, auch wenn dieser im Gegensatz zu vorherrschenden Meinungen/Erwartungen steht.
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können sich aktiv und im Dialog an der Zusammenarbeit mit anderen beteiligen.
- können aufmerksam zuhören und Meinungen und Standpunkte von andern wahrnehmen und einbeziehen.
- können in der Gruppe und in der Klasse oder in einem Schülerrat Abmachungen aushandeln und Regeln einhalten.
- können auf Meinungen und Standpunkte anderer achten und im Dialog darauf eingehen.
- können je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen.
- können sachlich und zielorientiert kommunizieren, Gesprächsregeln anwenden und Konflikte direkt ansprechen.
- können sich in die Lage einer anderen Person versetzen und sich darüber klar werden, was diese Person denkt und fühlt.
- können Kritik angemessen, klar und anständig mitteilen und mit konstruktiven Vorschlägen verbinden.
- können Kritik annehmen und die eigene Position hinterfragen.
- können Formen und Verfahren konstruktiver Konfliktbearbeitung anwenden.
- können in einer Konfliktsituation einen Konsens suchen und diesen Konsens anerkennen.
- können Konfliktsituationen, die sich nicht lösen lassen, aushalten und nach neuen Konfliktlösungsmöglichkeiten suchen; wenn nötig holen sie bei Drittpersonen Unterstützung.
- können die von der Schule bereitgestellten Hilfen nutzen und Instrumente zur gewaltfreien Konfliktlösung akzeptieren.
- können Menschen in ihren Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrnehmen und verstehen.
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können neue Herausforderungen erkennen und kreative Lösungen entwerfen.
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)
Die Schüler:innen
- können erlebte, beobachtete oder erzählte Situationen anhand der Perspektiven verschiedener Beteiligter beurteilen. (RKE.2.2a)
- können Massstäbe ethischer Beurteilung reflektieren. Werte, Normen, religiöse Vorstellungen, Deklarationen, Instanzen. (RKE.2.2b)
- können Gemeinschaft aktiv mitgestalten. (RKE.5.4)
- lernen auf Gefühle und Bedürfnisse zu achten, Spannungen wahrzunehmen und wo nötig auszuhalten. (RKE.5.4a)
- können Anerkennung aussprechen und Rückmeldungen wertschätzend anbringen. (RKE.5.4b)
- können Zuständigkeiten aushandeln und vereinbaren und sich verantwortlich für die Gemeinschaft engagieren (zum Beispiel Aufgaben, Ämter, Aktivitäten planen). (RKE.5.4c)
- können vereinnahmende Einflüsse auf mögliche Ursachen analysieren und sich abgrenzen (zum Beispiel Manipulation, Modetrends, Gruppendruck, Mobbing). (RKE.5.4d)
- können eigene Anliegen vertreten und Anliegen anderer zur Meinungsbildung und zu Entscheidungen in Gruppen einbeziehen. (RKE.5.6a)
- können verschiedene Wege der Konfliktbewältigung erwägen und Scheinlösungen erkennen (zum Beispiel Schuldabwälzung, Ausweichen, Verharmlosung, Mehrheitsdiktat). Verbindlich: Konfliktlösung, Ausgleich, Mediation, Abstimmung. (RKE.5.6d)
Deutsch (D)
Die Schüler:innen
- können in Aushandlungs- oder Konfliktsituationen das Gesprächsverhalten der anderen einschätzen und angemessen reagieren. (D.1.C.1f)
- können im Gespräch gezielt nachfragen, um eine Begründung einzufordern. (D.1.C.1g)
- können sich in einem Gespräch mit unbekannten Erwachsenen (in einem Vorstellungsgespräch, Schnupperlehre) auf die Person und die Situation einstellen. (D.1C.1.g)
- können in Konfliktsituationen die eigenen und die Emotionen der anderen wahrnehmen und im Gespräch thematisieren. (D.1C.1.h)
- können nonverbale und paraverbale Signale im Gespräch bewusst einsetzen, um die eigene Absicht durchzusetzen. (D.1C.1.h)
- können in Konsens- und Konfliktgesprächen ihre eigene Meinung in Mundart und Standardsprache zum Ausdruck bringen und von sich aus mit einem Argument stützen. (D.3.C.1f)
- können im Gespräch auf vorhergehende Aussagen Bezug nehmen. (D.3C.1.g)
- können in Mundart und Standardsprache Gesprächsbeiträge und Argumente aufgreifen und ihre eigenen Argumente darauf beziehen. (D.3C.1.h)
- können sich an einem Gespräch mit unterschiedlichen Gesprächspartner:innen eigenständig und adressatengerecht beteiligen (Peers, Erwachsene, vertraut/unvertraut). (D.3C.1.i)
- können in Debatten argumentieren und einen Perspektivenwechsel vollziehen. (D.3C.1.j)
- können ein Gespräch mit unbekannten Personen eröffnen. (D.3C.1.j)
- können unter Anleitung darüber nachdenken, in welcher Art und Weise sie selber den Gesprächsverlauf beeinflusst haben. (D3.D.1.d)
- können mithilfe von Rückfragen beschreiben, welche Vorgehensweisen oder Sprechstrategien sie angewendet haben, um ihre Meinung zu vertreten. (D3.D.1.e)
- können mithilfe von Leitfragen über ein Gespräch, seinen Verlauf und seine Wirkung nachdenken, sich darüber austauschen und daraus Schlüsse für nächste Gespräche ziehen. (D3.D.1.f)
- können über die unterschiedliche Aussagekraft von eigenen Argumenten nachdenken. (D3.D.1.f)
Bewegung und Sport (BS)
Die Schüler:innen
- können den anderen und sich selbst gegenüber verantwortungsbewusst handeln. (BS.2 A.1.5e)
- können Konflikte im Spiel bearbeiten und bewältigen (BS.4B.1.5f)
Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen
- Schauplatz Ethik 7–9 (Allemann et al. 2020)
- Schauplatz Jugendtreff: Freundschaften
- Schritte ins Leben (Estermann u. Odermatt 2018)
- Gemeinschaft mitgestalten, inkl. Gruppenklima, Anerkennung und Kritik, Mitbestimmen – mitwirken, Beeinflusst!?
- Miteinander reden – konfliktfähig werden
- feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
- Ich sage «Nein», als Teil des Themas Stress
- Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
- Seiten 130–136: Nein-Sagen, sich vor unangenehmen Situationen schützen; Grenzen setzen; Freiräume und Grenzen im persönlichen Lebenslauf.
- Der kleine Unterschied – Gendersensible Suchtprävention (Sucht Schweiz 2024)
- Film 1 «Ich … und die anderen» für Jungen: Gruppendruck, Dazugehören und Anerkennung finden
- Film 3 «Du Opfer» für Jungen: Opfer sein, verschiedene Perspektiven einnehmen, darüber reden
- Film 4 «Bis hierher…» für Mädchen: Abgrenzung, Nein-Sagen (in Beziehungen), Selbstbewusstsein
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 7. Klasse / 1. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 1: Kommunikation (Wirksamkeit; Missverständnisse vermeiden)
- Einheit 3: Selbstsicherheit (Gruppendruck widerstehen, sich selbstsicher verhalten)
- Einheit 5: Entscheidungen und Neinsagen
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 8. Klasse / 2. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 4: Widerstandsfähigkeit, Selbstsicherheit und Neinsagen
- Einheit 5: Lernen und Mitgestaltung der Schule
3. Konsummotive
Zentrale Inhalte
Jugendliche leben stark gegenwartsorientiert, das heisst auf die Befriedigung der aktuellen physiologischen und psychologischen Grundbedürfnisse und damit auf ihr physisches und emotionales Wohlbefinden ausgerichtet. Nebst der Beseitigung von Hunger und Durst gehören beispielsweise die Erfüllung der Bedürfnisse nach Anregung, Kompetenzerleben, Verbundenheit und Autonomie oder der Wunsch nach Stressreduktion dazu [Belisle u. Dixon 2020, Holodynski u. Oerter 2008, Ryan et al. 2022].
Um diese verschiedenen Bedürfnisse zu erfüllen, handeln Jugendliche und nutzen beispielsweise digitale Medien oder konsumieren Genussmittel. Jugendliche im Alter des dritten Zyklus konsumieren aus diesen Motiven zunehmend auch psychoaktive Substanzen. Gemäss verschiedenen HBSC-Studien beispielsweise konsumieren 15-jährige Jugendliche am häufigsten Alkohol, um eine Party besser geniessen und einfach Spass haben zu können, das heisst, um in sozialen Situationen positive Gefühle zu verstärken. Weniger häufig geht es beim Alkoholkonsum in dieser Altersgruppe darum, sich bei schlechter Stimmung aufzumuntern. Negative Gefühle zu bewältigen ist bei 13- bis 15-jährigen Jugendlichen allerdings teilweise der Grund, weshalb sie soziale Medien oder Messengers nutzen, und bei einem kleineren Teil dieser Jugendlichen auch, weshalb sie zu Videospielen greifen. Den Konsum von E-Zigaretten begründen die Jugendlichen hingegen oft damit, dass sie sie einfach mögen [Marmet et al. 2015, Delgrande Jordan, Balsiger u. Schmidhauser 2023, Delgrande Jordan u. Schmidhauser 2023].
Damit können auch riskante Verhaltensweisen zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse dienen [Leather 2009, Raithel 2011, Weichold et al. 2023].
Gleichzeitig kann das Bedürfnis, etwas zu konsumieren, dadurch entstehen, dass Produkte mit bestimmten Eigenschaften in echt oder bildlich dargeboten werden, beispielsweise Lebensmittel mit süssem Geschmack oder digitale Medien mit ihrem Aufheiterungs- und Unterhaltungsangebot [Boswell u. Kober 2016, Greenberg u. St. Peter 2021, Reinecke, Gilbert u. Eden 2022, Westwater, Fletcher u. Ziauddeen 2016].
Im Zusammenhang mit dieser Bedürfnisbefriedigung zielt Suchtprävention im dritten Zyklus auf die Sensibilisierung für das eigene Konsumverhalten, insbesondere hinsichtlich digitaler Medien und abhängig machender Substanzen. Dabei ist das emotionale Erleben ein zentraler Schlüssel für die Selbstwahrnehmung und die Initiierung einer Verhaltensänderung [Holodynski, Hermann u. Kromm 2013]. Über das Thematisieren und Erfahren beispielsweise von Konsum und Verzicht oder von Spannung und Entspannung wird es möglich, die dem Konsum zugrunde liegenden Bedürfnisse und Emotionen wahrzunehmen. Indem alternative Aktivitäten erprobt werden, die emotional ähnlich positiv wirken, kann ein neuer Umgang mit der eigenen Bedürfnisbefriedigung initiiert werden [Onrust et al. 2016].
Das sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem massvollen Umgang mit potenziellen Suchtmitteln.
Bezüge zum Lehrplan 21
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
Die Schüler:innen
- diskutieren und erproben Handlungsmöglichkeiten und Gewohnheiten, die Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und fördern.
BNE: fächerübergreifendes Thema Gesundheit
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen ausdrücken.
- können ihre Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren.
- können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern.
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH)
Die Schüler:innen
- können den Zusammenhang unterschiedlicher Einflüsse auf die Gesundheit erklären (zum Beispiel Ernährung, Bewegung, Entspannung, Körperhaltung, Arbeitsbedingungen, Belastungen). (WAH.4.1a)
- können im Alltag Bedingungen, Situationen und Handlungsweisen erkennen und benennen, die für die Gesundheit eine förderliche bzw. abträgliche Wirkung haben (zum Beispiel Genuss, Sucht, Bewegung). Verbindlich: Gesundheitsfaktoren. (WAH.4.1b)
- können Handlungsmöglichkeiten für gesundheitsförderndes Essen und Trinken erkennen sowie Anforderungen bei der Umsetzung diskutieren (zum Beispiel täglicher Flüssigkeitsbedarf, Umgang mit zuckerhaltigen Getränken). Verbindlich: Mahlzeitengestaltung, Getränkewahl. (WAH.4.2c)
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)
Die Schüler:innen
- können Erfahrungen des Heranwachsens bzw. Erwachsenwerdens reflektieren (zum Beispiel in Bezug auf Beziehungen, Abhängigkeit, Autonomie), indem sie auf Veränderungen und Entwicklungen achten. (RKE.1.1b)
- kennen Möglichkeiten, mit Spannungssituationen und Stress umzugehen (zum Beispiel Pausengestaltung, Bewegung). Verbindlich: Erholung, Entspannung, Planungshilfen, Lerntechniken. (RKE.5.1b)
- können Träume und Sehnsüchte wahrnehmen, Vorstellungen ihrer Zukunft äussern und ihre Umsetzbarkeit reflektieren. (RKE.5.1d)
Bewegung und Sport (BS)
Die Schüler:innen .
- können bewusst mit Emotionen umgehen. (BS.4.B.1.6f)
Medien und Informatik (MI)
Die Schüler:innen .
- können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (zum Beispiel Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential). (MI.1.1.e)
- können Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen physischer Umwelt, medialen und virtuellen Lebensräumen erkennen und für das eigene Verhalten einbeziehen (zum Beispiel soziale Netzwerke und ihre Konsequenzen im realen Leben). (MI.1.1.e)
- erkennen, dass Medien und Medienbeiträge auf Individuen unterschiedlich wirken. (MI.1.2.f)
Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen
- Connected 3 (Assaf et al. 2020)
- 1A Ferien ohne Internet
- Connected 4 (Feige et al. 2021)
- 3A Was spielst du?
- 3B Gamen – warum eigentlich?
- 3C Was macht ein Spiel zum Spiel?
- feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
- Gründe für den Cannabiskonsum
- Wie Online-Games und soziale Netzwerke dich fesseln
- Hilfestellungen für Rauchstopp
- be-freelance (Trägerschaft be-freelance 2025)
- Gründe und Ursachen für den Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten
- Warum trinken Menschen Alkohol?
- Was fasziniert Menschen am Cannabiskonsum?
- Ich du wir Konsum (Kaufmann et al. 2015)
- Karten 25, 27, 29, 31, 33, 34, 35, 36: Dazugehören, Umgang mit Langeweile, Identität, Umgang mit Frustration, Kaufentscheide, gemeinsame Träume
- Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
- Seiten 70–72: Sammeln und weggeben, anhäufen und entsorgen: Wunschwelt
- Seiten 73–91: Konsumverhalten, Genuss und Verzicht, Bedürfnisbefriedigung und Ersatzhandlungen
- Der kleine Unterschied – Gendersensible Suchtprävention (Sucht Schweiz 2024)
- Film 1 «Ich … und die anderen» für Jungen: Gruppendruck, Dazugehören und Anerkennung finden
- «Heb der Sorg!» (ZHAW 2024)
- Onlinesucht: Auslöser für Handygebrauch und alternative Umgangsformen
- Sucht und Abhängigkeit: Motive und alternativer Umgang mit negativen Gefühlen (statt Konsum von Suchtmitteln)
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 7. Klasse / 1. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 6: Selbstbild, Bedürfnisse und Problemlösen
- Einheit 7: Schule und Freizeit
4. Normen, Werte und Lebensstil
Zentrale Inhalte
Normen und Werte der Familie, der Gleichaltrigen und weiterer persönlich wichtiger Bezugspersonen beeinflussen die eigenen Einstellungen und damit auch das eigene Konsumverhalten. Der eigene Lebensstil passt sich teilweise der Gruppe an, in der man sich bewegt oder bewegen möchte [Bandura 2001, Infodrog 2021, Jessor 2016, Leather 2009].
Auch das Produktmarketing für Genuss- und Suchtmittel prägt diese Vorstellungen von Normalität mit: Mit Bild und Wort spricht die Werbung spezifische Gruppen von Menschen an und verbindet den Konsum von Genuss- und Suchtmitteln mit positiven Emotionen [Courtney, Casey u. Rapuano 2020, Sylvetsky et al. 2020, Maksi et al. 2024]. Die Realitäten des Lebensalltags und die Risiken des Konsums für die Gesundheit werden dabei weitgehend ausgeblendet [Sucht Schweiz 2024].
In der schulischen Suchtprävention geht es deshalb darum, die Schüler:innen für diese Einflüsse von aussen zu sensibilisieren und die Vorstellungen darüber, was bezüglich Konsumverhalten normal ist, kritisch zu hinterfragen. Um wirksam zu sein, ist es allerdings wichtig, die hinter dem Konsum- und Nutzungsverhalten liegenden Bedürfnisse, wie jene nach Anregung, Zugehörigkeit und positivem Erleben, zu berücksichtigen. Nur durch das gleichzeitige Erleben von Möglichkeiten, wie diese Bedürfnisse alternativ und ohne Rückgriff auf riskante Verhaltensweisen erfüllt werden können, kann eine Standfestigkeit gegenüber Konsumangeboten gestärkt werden [Belisle u. Dixon 2020, Bühler, Thrul u. Gomes de Matos 2020, Onrust et al. 2016].
Ein positives und inklusives Schulklima mit nachvollziehbaren Regeln und Normen ist für solche Prozesse ein wichtiger Pfeiler [Weichold et al. 2023].
Bezüge zum Lehrplan 21
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können sich eigener Meinungen und Überzeugungen (zum Beispiel zu Geschlechterrollen) bewusst werden und diese mitteilen.
- können eigene und andere Meinungen und Überzeugungen auf zugrundeliegende Argumente (Fakten, Interessen, Werte) hin befragen.
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen.
- können Menschen in ihren Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrnehmen und verstehen.
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH)
Die Schüler:innen
- können unterschiedliche Einflüsse auf die Gestaltung des Konsumalltages erkennen und benennen, sowie deren Bedeutung für das eigene Konsumieren reflektieren (zum Beispiel Marktangebot, finanzielle Ressourcen, Medien, soziales Umfeld). (WAH.3.1b)
- können bei Konsumgütern ausgewählte Marketingstrategien untersuchen und deren Einfluss auf Konsumentscheidungen diskutieren (zum Beispiel Werbe- und Verkaufsstrategien, Marken). (Obligatorisch: Marketingstrategien). (WAH.3.1c)
- können soziale und kulturelle Aspekte beim Essen und Trinken erkennen und deren Einflüsse auf die Entwicklung von Essverhalten reflektieren (zum Beispiel familiäre Gewohnheiten, Peers, Werbung, kulturelle Eigenheiten in Bezug auf Wahl von Nahrungsmitteln und Zubereitung von Mahlzeiten). Verbindlich: Esskulturelle Aspekte. (WAH.4.2.a)
Englisch 1. Fremdsprache / Französisch 2. Fremdsprache (D)
Die Schüler:innen
- wissen, dass sowohl in der eigenen als auch in englisch-/französischsprachigen Kulturen unterschiedliche Normen und Werte nebeneinander existieren (zum Beispiel Subkulturen, Musikkulturen, Kleidungsstile, Geschlechter, Generationen). (FS1E.6.A.1e/FS2F.6.A.1e)
Textiles und technisches Gestalten (TTG)
Die Schüler:innen
-
können den symbolischen Gehalt von Objekten aus Design und Technik erkennen und deren Wirkung im Alltag deuten (zum Beispiel Jugendkultur, Markenemblem, Logo). (TTG.3.A.1.c)
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)
Die Schüler:innen
- können über Sinn und Nutzen gesellschaftlicher und individueller Werte und Normen nachdenken und Normen entsprechend aushandeln. Obligatorisch: Werte, Normen, Regeln, Legitimation, Legitimität. (RKE.2.1a)
- können an exemplarischen Beispielen nachvollziehen, wie sich Werte und Normen in ihrer Umgebung oder in der Gesellschaft wandeln. Obligatorisch: Wertewandel, Autoritäten, Gründe, Begründungen, Generationen, Epochen. (RKE.2.1c)
- können kontroverse Fragen diskutieren, Positionen, deren Interessen und Begründungen vergleichen und einen Standpunkt vertreten. (RKE.2.2.e)
- können Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Geschlecht und Rollenverhalten in der Gruppe formulieren und respektvoll diskutieren (zum Beispiel Bedürfnisse, Kommunikation, Gleichberechtigung). (RKE.5.2.a)
- können vereinnahmende Einflüsse auf mögliche Ursachen analysieren und sich abgrenzen (zum Beispiel Manipulation, Modetrends, Gruppendruck, Mobbing). (RKE.5.4.d)
- können Menschen in verschiedenen Lebenslagen und Lebenswelten wahrnehmen sowie über Erfahrungen, Bedürfnisse und Werte nachdenken. (RKE.5.5a)
Medien und Informatik (MI)
Die Schüler:innen
- können Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen physischer Umwelt, medialen und virtuellen Lebensräumen erkennen und für das eigene Verhalten einbeziehen (zum Beispiel soziale Netzwerke und ihre Konsequenzen im realen Leben). (MI.1.1.e)
- können Funktion und Bedeutung der Medien für Kultur, Wirtschaft und Politik beschreiben und darlegen, wie gut einzelne Medien diese Funktion erfüllen (zum Beispiel Manipulation, technische Abhängigkeit, Medien als vierte Gewalt). (MI.1.1.g)
- kennen grundlegende Elemente der Bild-, Film- und Fernsehsprache und können ihre Funktion und Bedeutung in einem Medienbeitrag reflektieren. (MI.1.2g)
- können die Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen (zum Beispiel Werbung, Zeitschrift, Parteizeitung). (MI.1.2h)
Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen
- Connected 3 (Assaf et al. 2020)
- +3 Looks und Likes
- 4H Ist das Information oder Werbung?
- +4 Einfach unwiderstehlich
- Connected 4 (Feige et al. 2021)
- 4F Schöne bunte Werbung
- 4G Auf allen Kanälen
- 4H Wer braucht schon Privatsphäre
- Schauplatz Ethik 7–9 (Allemann et al. 2020)
- Schauplatz Sportplatz: Sportlich und attraktiv (zum Beispiel: Fitness-Influencer)
- Schauplatz Festival: Kleider machen Leute
- Schauplatz Jugendtreff: Geschlechterrollen
- Schauplatz Gefängnis: Normen und Rechte
- Schritte ins Leben (Estermann u. Odermatt 2018)
- Lebenswelten, inkl. Alltagswelten und gesellschaftliche Verhältnisse; Jugendszenen; Kulturen; schwere Zeiten; Klischees/Vorurteile
- feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
- Was ist Werbung?
- Werbung der Alkoholindustrie
- Verführung der Jugend: Die Tricks der Nikotinindustrie
- be-freelance (Trägerschaft be-freelance 2025)
- Werbestrategien am Beispiel von Tabak- und Nikotinprodukten
- Smartphone-Nutzung: Einflussreiche Peergruppen
- Ich du wir Konsum (Kaufmann et al. 2015)
- Karte 30: Marketingstrategien, Versprechungen und Realität.
- Der kleine Unterschied – Gendersensible Suchtprävention (Sucht Schweiz 2024)
- Film 2 «Voll stark!» für Jungen: Geschlechterrolle, Geschlechtsidentität, Männlichkeiten
- Film 5 «In meiner Haut…» für Mädchen: Körperbilder, Schönheitsideale, Geschlechterrolle
- Film 7 «Typisch Mädchen – typisch Jungs»: Voneinander lernen im Umgang mit Belastungen
- Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
- Seiten 100–102: Werte, Wertekonflikte
- Seiten 141–154: Rollenerwartungen
- Seite 312: Werbung und eigene Konsummuster/Lieblingsaktivitäten
- Seiten 371ff: Lebensstil und Gesundheit
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 7. Klasse / 1. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 2: Information Werbung, Tabak und Alkohol
5. Risikowahrnehmung bezüglich Nutzung von digitalen Medien und Substanzkonsum
Zentrale Inhalte
Die Kenntnis über Risiken beim Konsum von psychoaktiven Substanzen und bei der Nutzung von digitalen Medien ist eine wichtige Grundlage, damit die Schüler:innen informierte Entscheide treffen und zunehmend selbstverantwortlich handeln können [Kirchhoff u. Keller 2021]. Deshalb werden Schüler:innen für Symptome eines übermässigen Gebrauchs oder einer Sucht sensibilisiert, wie beispielsweise Müdigkeit, das Vernachlässigen anderer Tätigkeiten oder erfolglose Versuche, die Nutzung der digitalen Medien oder den Konsum von psychoaktiven Substanzen einzuschränken [Stortz u. Perissinotto 2024].
Beobachtet die Lehrperson Symptome einer übermässigen Mediennutzung oder des Konsums von psychoaktiven Substanzen bei einzelnen Schüler:innen, können diese in einem vertraulichen Gespräch auf eine mögliche Gefährdung angesprochen werden, am besten über das Thematisieren eines möglichen Leidensdrucks [Stortz u. Perissinotto 2024].
Suchtpräventiv wichtig ist es, dass die Schüler:innen lernen, die eigenen Kompetenzen im Umgang mit riskantem Verhalten realistisch einzuschätzen, und dass sie Möglichkeiten kennenlernen, wie sie die gewünschten Aktivitäten in gesicherter Weise ausführen können, beispielsweise durch eine App-gestützte Beschränkung in der Nutzung von digitalen Medien [Stortz u. Perissinotto 2024]. Wichtig sind auch Hinweise auf Selbsttests, die die Reflexion über das eigene Handeln ermöglichen, und auf Fachstellen, die bei einer Gefährdung Unterstützung anbieten.
Schliesslich gehört es dazu, dass die Lehrpersonen die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz vermitteln und deren Sinn – den Schutz vor negativen körperlichen und psychischen Folgen von Substanzkonsum und Mediennutzung – aufzeigen. Diese gesetzlichen Bestimmungen bilden auch den verbindlichen Rahmen für die Schule im Umgang mit dem Substanzkonsum und der Nutzung digitaler Medien auf dem Schulhausareal und während der Schulzeiten.
Bezüge zum Lehrplan 21
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
Die Schüler:innen
- befassen sich mit (…) gesundheitlichen Risiken (…) und erkennen vielfältige Einflüsse auf die Gesundheit. Sie diskutieren und erproben Handlungsmöglichkeiten und Gewohnheiten, die Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und fördern (…) Dazu gehören (…) die Einschätzung von Gefahren (…) bei der Freizeitgestaltung … (S. 43).
BNE: fächerübergreifendes Thema Gesundheit
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können Stärken und Schwächen ihres Lern- und Sozialverhaltens einschätzen.
- können Herausforderungen annehmen und konstruktiv damit umgehen.
- können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern.
- können sich Unterstützung und Hilfe holen, wenn sie sie benötigen.
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
-
können Kritik annehmen und die eigene Position hinterfragen.
Überfachliche Kompetenzen
Die Schüler:innen
- können die gesammelten Informationen strukturieren und zusammenfassen und dabei Wesentliches von Nebensächlichem unterscheiden.
- können Informationen vergleichen und Zusammenhänge herstellen (vernetztes Denken).
- können die Qualität und Bedeutung der gesammelten und strukturierten Informationen abschätzen und beurteilen.
- können bekannte Muster hinter der Aufgabe/dem Problem erkennen und daraus einen Lösungsweg ableiten.
Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)
Die Schüler:innen
- können Mitverantwortung für Gesundheit und Wohlbefinden übernehmen und können sich vor Gefahren schützen. (NMG.1.2)
- können Merkmale von Abhängigkeiten und Sucht beschreiben und Möglichkeiten der Prävention erkennen. (NMG.1.2f)
Natur und Technik (NT)
- können körpereigene Phänomene mit Stoffwechselvorgängen erklären. (NT.7.2b)
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH)
Die Schüler:innen
- können im Alltag Bedingungen, Situationen und Handlungsweisen erkennen und benennen, die für die Gesundheit eine förderliche bzw. abträgliche Wirkung haben (zum Beispiel Genuss, Sucht, Bewegung). Verbindlich: Gesundheitsfaktoren. (WAH.4.1.b)
- erkennen Gesundheit als Ressource und können sowohl Herausforderungen als auch Strategien für deren Erhaltung benennen. (WAH.4.1c)
- können Handlungsmöglichkeiten für gesundheitsförderndes Essen und Trinken erkennen sowie Anforderungen bei der Umsetzung diskutieren (zum Beispiel täglicher Flüssigkeitsbedarf, Umgang mit zuckerhaltigen Getränken). Verbindlich: Mahlzeitengestaltung, Getränkewahl. (WAH.4.2.c)
- können die Wahl von Nahrung aus gesundheitlicher Perspektive beurteilen und Handlungsalternativen formulieren. (WAH.4.3a)
- können Überlegungen zu Sicherheit und Vorsorge im Umgang mit Risiken des täglichen Lebens formulieren. (WAH.5.2c)
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)
Die Schüler:innen
- können Grenzerfahrungen betrachten (zum Beispiel Schritte ins Unbekannte, Risikoverhalten, Gefahr, Rettung, Tod), indem sie deren Unumgänglichkeit, Fragwürdigkeit und Faszination reflektieren. (RKE.1.1c)
- kennen Anlaufstellen für Problemsituationen (zum Beispiel Familie, Schule, Sexualität, Belästigung, Gewalt, Sucht, Armut) und können sie bei Bedarf konsultieren. Verbindlich: Beratung, Therapie, Selbsthilfe. (RKE.5.1c)
Bewegung und Sport (BS)
Die Schüler:innen
- können in Wagnissituationen verantwortungsbewusst handeln. (BS.2.A.1.5d)
- können den anderen und sich selbst gegenüber verantwortungsbewusst handeln. (BS.2.A.1.5e)
- können Strategien anwenden, um Gefahrensituationen zu vermeiden und wissen, wie sie im Notfall handeln. (BS.5.1.3g)
Medien und Informatik (MI)
Die Schüler:innen
- können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (zum Beispiel Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle(Link), Suchtpotential). (MI.1.1e)
- können mit eigenen und fremden Inhalten Medienbeiträge herstellen und berücksichtigen dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Sicherheits- und Verhaltensregeln. (MI.1.3g)
Empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen
- NaTech 8: Physik, Chemie, Biologie (Brückmann et al. 2020)
- Abbau von Giftstoffen (zum Beispiel Medikamente, Alkohol) in der Leber
- feel-ok.ch (Radix 2025, Version 14)
- Arbeitsblätter, mit deren Hilfe die Jugendlichen die Inhalte zu den Themen Alkohol, Cannabis, Rauchen selbstständig auf feel-ok.ch bearbeiten, unter anderem zur Wirkungsweise der Substanzen und zu Risiken des Konsums.
- Arbeitsblätter, mit deren Hilfe die Jugendlichen die Inhalte zu den Themen Glücksspiel und Onlinesucht selbstständig auf feel-ok.ch bearbeiten.
- Tests und Informationen zu Alkohol-, Cannabis-, Tabak/Nikotin-, Online-, Glückspiel-Sucht
- Hilfestellungen für Rauchstopp
- Rechtslage zu den Substanzen Alkohol, Tabak/Nikotin, Cannabis
- Schweizerkarte mit Fachstellen
- einem Freund/einer Freundin helfen
- be-freelance (Trägerschaft be-freelance 2025)
- Wirkungen und Folgen des Konsums von Tabak- und Nikotinprodukten
- Welche Risiken sind mit dem Alkoholkonsum verbunden?
- Welche Risiken sind mit dem Cannabiskonsum verbunden?
- Online-Glücksspiel: Gefahren einschätzen Suchtentstehung
- Gameverhalten: Wo stehe ich?
- Rechtliche Aspekte zu verschiedenen Themen bei digitalen Medien
- Erste Hilfe in Notsituationen
- Wetterfest (Arbeitsgruppe «Lebenskompetenzen stärken» 2010)
- Seiten 252–255: Erkennen, dass Probleme allgegenwärtig sind; Lösungsansätze in Problemsituationen, unter anderem Hilfe holen.
- Seite 313: gewollte und ungewollte Abhängigkeiten; Entscheidungsfreiheit.
- Take Care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken (ZHAW 2024)
- Psychische Störungen: Ab wann sollte ich mir Sorgen machen? (inkl. Sucht)
- Ansprechen hilft: Freund:innen unterstützen
- «Heb der Sorg!» (ZHAW 2024)
- Mythen und Fakten zur psychischen Gesundheit (inkl. Sucht)
- Onlinesucht: Kurztest
- Sucht und Abhängigkeit: Kurzinformation zu Risiken und Konsummotiven
- Anderen helfen
- Facts zur Vertraulichkeit bei Jugendlichen (Schweigepflicht der Fachpersonen beispielsweise gegenüber Eltern)
- Rechte und Pflichten im Gesundheitssystem
- Webseiten und Anlaufstellen
- Wie geht es dir? (Bürgisser, Lehner und Kaspar 2025)
- Lass uns reden!
- Hilfe in Anspruch nehmen
- Vorurteile über psychische Erkrankungen
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 7. Klasse / 1. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 2: Information Werbung, Tabak und Alkohol
- Suchtprävention in der Schule – IPSY, 8. Klasse / 2. Klasse Sekundarstufe I (Weichold et al. 2023)
- Einheit 3: Information: Problematischer Konsum und Möglichkeiten zur Hilfe
Lehrmittel und Unterrichtsmaterialien
| NaTech 8: Physik, Chemie, Biologie |
Brückmann, Maja, Simon Engel, Patrick Kunz, Lorenz Möschler, Livia Murer und Felix Weidele. 2020. NaTech 8: Physik, Chemie, Biologie. Zürich: Lehrmittelverlag Zürich (LMVZ). In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich. |
|---|---|
| Schauplatz Ethik 7-9 |
Allemann, Andreas, Dominik Helbling, Eva Pruschy, Mirjam Schallberger und Petra Wettstein. 2020. Schauplatz Ethik 7-9 – wahrnehmen, fragen, begründen (Sekundarstufe I). Zürich: Lehrmittelverlag Zürich (LMVZ). In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich. |
| Schritte ins Leben |
Estermann, Sarah und Albert Odermatt. 2018. Schritte ins Leben – Ich und die Gemeinschaft. Lern- und Erlebnisbuch ab Sekundarstufe I. Baar: Klett und Balmer AG. In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich. |
| Connected 3 |
Assaf, Dorit, Marc Feige, Jörg Graf, Martin Guggisberg, Helen Lindegger-Stadelmann, Roger Mäder, Björn Maurer, Igo Schaller, und Stanley Schwab. 2020. Connected: Medien und Informatik. 3. Zürich: LMVZ. Connected 3 ist Teil eines Spiralcurriculums von der 5.–9. Klasse. Das persönliche Arbeitsbuch für die Schüler:innen der 7. Klasse ist in fünf Kapitel gegliedert. Über unterschiedliche Aufgabenformate wie Lernspiele, Diskussionen, Arbeiten auf Papier und Computer oder Tablet (zum Beispiel Internetrecherchen, Programmieren, eigene Medienproduktionen) wird Konzeptwissen zu verschiedenen Themen erarbeitet. In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich. |
| Connected 4 |
Feige, Marc, Martin Guggisberg, Helen Lindegger-Stadelmann, Roger Mäder, Björn Maurer, und Igo Schaller. 2021. Connected: Medien und Informatik. 4. Zürich: LMVZ. Connected 4 ist Teil eines Spiralcurriculums von der 5.–9. Klasse. Das persönliche Arbeitsbuch für die Schüler:innen der 8./9. Klasse ist in fünf Kapitel gegliedert. Über unterschiedliche Aufgabenformate wie Lernspiele, Diskussionen, Arbeiten auf Papier und Computer oder Tablet (zum Beispiel Internetrecherchen, Programmieren, eigene Medienproduktionen) wird Konzeptwissen zu verschiedenen Themen erarbeitet. In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich. |
| be-freelance |
Trägerschaft ‹befreelance›. 2025. «be-freelance. Prävention. Gesundheit.». Angeleitet durch eine übergeordnete Fragestellung, werden die Themen Alkohol, Tabak/Nikotin und Cannabis in Konfrontations-, Erarbeitungs-, Vertiefungs- und Syntheseaufgaben bearbeitet. Auch zu Risiken bei der Nutzung von digitalen Medien bestehen umfangreiche Materialien. |
| feel-ok.ch |
Radix Schweizerische Gesundheitsstiftung. 2025 (Version 14). «feel-ok.ch – Eine Gesundheitsplattform für Jugendliche.». Die Website der Schweizerischen Gesundheitsstiftung Radix bietet Jugendlichen kostenlose Informationen und Dienstleistungen zu gesundheits- und gesellschaftsrelevanten Themen. Für Lehrpersonen und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sind didaktische Unterlagen (Wissensfragen, Gruppenarbeiten und interaktive Tools) aufgeschaltet, mit denen Jugendliche die Inhalte von feel-ok.ch selbstständig bearbeiten können. Zu vielen Themen stehen Informationen und Links für Eltern zur Verfügung. |
| Ich Du Wir Konsum |
Kaufmann, Hänsu, Sabine Schnell, und Heinrich Werthmüller. 2015. ICH DU WIR KONSUM (2. Auflage). Bern: Schulverlag plus. In der Bibliothek der PH Zürich erhältlich. Informationen zur Lehrmittelreihe |
| Wetterfest | Informationen zum online verfügbaren Lehrmittel |
| IPSY – Suchtprävention in der Schule | Informationen zum Spiralcurriculum |
| Der kleine Unterschied – Gendersensible Suchtprävention |
Sucht Schweiz. 2024. «Der kleine Unterschied. Gendersensible Suchtprävention». |
| Heb der Sorg |
ZHAW 2024 – Departemente Angewandte Psychologie und Gesundheit. 2024. Heb der Sorg! Ein Werkzeugkasten für Jugendliche, die aktiv mit Herausforderungen umgehen wollen. Herausgegeben vom Bundesamt für Gesundheit. Zürich: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die Broschüre richtet sich an Jugendliche. In Form eines «Werkzeugkastens» werden Impulse vermittelt, was Jugendliche für sich tun können, um gesund zu bleiben, und wie sie schwierige und stressige Situationen bewältigen können, wie etwa die Trennung und Scheidung der Eltern, Liebeskummer oder eigene Abhängigkeiten. |
| Take Care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken |
ZHAW 2024 – Departemente Angewandte Psychologie und Gesundheit. 2024. Unterrichtsmaterialien zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Winterthur: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die Materialien für Sekundarstufe I sind in fünf Unterthemen aufgebaut: psychische Störungen einschliesslich Sucht, Ansprechen hilft/Freund;innen unterstützen, Stress und Entspannung/Selbstwert, Einsamkeit sowie Glück. Damit wird gezeigt, wie Schüler:innen in ihrer psychischen Gesundheit unterstützt und psychische Notlagen angesprochen werden können. Der Lehrpersonen-Kommentar enthält Sachinformationen zu allen Unterthemen. |
| Wie geht’s dir? |
Bürgisser, Titus, Hanspeter Lehner und Angela Kaspar. 2025. Wie geht’s dir? Unterrichtsmodule für die Sekundarstufe I, 4. Auflage, herausgegeben von der Kampagne «Wie geht’s dir?». Zusätzlich zu diesen Unterrichtsvorschlägen sind auf der Webseite erhältlich:
|
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Letzte Aktualisierung: 24. August 2026