Gewalt im 3. Zyklus

Gewalttätiges Verhalten äussert sich in dieser Altersgruppe vermehrt in körperlicher Aggressivität gegenüber Menschen und Tieren sowie der Zerstörung fremden Eigentums. Auch sexualisierte Gewalt, (Cyber-)Mobbing, autoaggressives Verhalten oder Suizidabsichten können zum Problem werden.

Inhalt dieser Seite

Wichtige Themen

Gewaltprävention im 3. Zyklus zielt darauf ab, Schüler:innen in ihrer persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Entwicklung zu stärken und baut auf den bisher erworbenen überfachlichen Kompetenzen auf. In einer Lebensphase, die von intensiven Veränderungsprozessen, Gruppendynamiken und Identitätsfragen geprägt ist, gewinnen überfachliche Kompetenzen besondere Bedeutung.

Die folgenden Kompetenzbereiche bündeln zentrale Aspekte der Gewaltprävention und orientieren sich am Lehrplan 21. Sie unterstützen Lehrpersonen dabei, präventiv zu arbeiten, soziale Interaktionen im Schulalltag bewusst zu gestalten und angemessen auf Konflikte, Gewalt oder Mobbing zu reagieren. Die Inhalte sind so aufbereitet, dass sie sowohl im Unterricht als auch in spezifischen Präventions- und Interventionssettings eingesetzt werden können.

Zentrale Inhalte

  • Zugehörigkeitsgefühl entwickeln
  • Vertrauen aufbauen
  • Teamfähigkeit fördern
  • Freundschaften aufbauen und pflegen
  • Zusammenarbeit in der Klasse und mit anderen Klassen ermöglichen
  • Kooperative Lernformen umsetzen
  • Demokratische Grundprinzipien leben und das Zusammenleben in der Gruppe phantasievoll gestalten lernen
  • Schüler:innenmitsprache und ‑mitbestimmung

Bezüge zum Lehrplan 21

Grundlagen des Lehrplans 21, Schwerpunkte des 3. Zyklus

In diesem Lebensabschnitt vollziehen sich bei den Schüler:innen sowohl in körperlicher als auch in emotionaler und sozialer Hinsicht bedeutsame Veränderungen. Die Auseinandersetzung mit sich selber ist ein zentrales Thema und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wird wichtig. Die Jugendlichen orientieren sich stärker an den Peers, lösen sich allmählich vom Elternhaus und streben grössere Autonomie an (S. 54).

Schwerpunkte des 3. Zyklus

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können sich aktiv und im Dialog an der Zusammenarbeit mit anderen beteiligen.
  • können aufmerksam zuhören und Meinungen und Standpunkte von andern wahrnehmen und einbeziehen.
  • können je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen.
  • können Gruppenarbeiten planen.
  • können verschiedene Formen der Gruppenarbeit anwenden (S. 38).

ÜK: Personale Kompetenzen

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Demokratie und Menschenrechte sind Grundwerte unserer Gesellschaft und bilden zusammen mit der Rechtsstaatlichkeit die Leitlinien für die Politik.

Die Schüler:innen 

  • verstehen Grundelemente der Demokratie und kennen grundlegende Funktionen öffentlicher Institutionen. Sie befassen sich mit den Menschenrechten, kennen deren Entwicklung und Bedeutung und sind in der Lage, Benachteiligung und Diskriminierungen zu erkennen (S. 41f).

BNE: fächerübergreifendes Thema «Politik, Demokratie und Menschenrechte»

Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)

Die Schüler:innen

  • können ihre Erfahrungen und Interessen einbringen, ihre Stärken und Talente beschreiben und sich in verschiedenen Situationen (zum Beispiel Bewerbung, neue Gruppe) entsprechend vorstellen. (RKE.5.1.a)
  • können Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Geschlecht und Rollenverhalten in der Gruppe formulieren und respektvoll diskutieren (zum Beispiel Bedürfnisse, Kommunikation, Gleichberechtigung). (RKE.5.2.a)

Empfohlene Lehrmittel

Zentrale Inhalte

  • Mit Regeln und Grenzen konstruktiv leben
  • Kultur der «Wiedergutmachung» einführen
  • Lob- und Strafkultur
  • Normbewusstsein stärken
  • Abmachungen einhalten

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können aufmerksam zuhören und Meinungen und Standpunkte von andern wahrnehmen und einbeziehen.
  • können in der Gruppe und in der Klasse oder in einem Schüler:innenrat Abmachungen aushandeln und Regeln einhalten.
    können auf Meinungen und Standpunkte anderer achten und im Dialog darauf eingehen.
  • können je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen (S. 38).

ÜK: Soziale Kompetenzen

Deutsch (D)

Die Schüler:innen

  • können sich selbstständig an Gesprächsregeln halten und nötigenfalls erweitern und modifizieren bzw. im Gespräch thematisieren (zum Beispiel sich vor dem Reden melden, zu den anderen gerichtet sprechen). (D.3.C.1.h)
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)

Die Schüler:innen

  • können über Sinn und Nutzen gesellschaftlicher und individueller Werte und Normen nachdenken und Normen entsprechend aushandeln. (RKE.2.1a)
  • können alltägliche Situationen und gesellschaftliche Konstellationen (zum Beispiel Jung/​Alt, Arbeitschancen, Bürgerrechte und ‑pflichten, Gesundheitswesen) im Hinblick auf grundlegende Werte wie Gerechtigkeit, Freiheit, Verantwortung und Menschenwürde betrachten und diskutieren. (RKE.2.1b)
  • können an exemplarischen Beispielen nachvollziehen, wie sich Werte und Normen in ihrer Umgebung oder in der Gesellschaft wandeln. (RKE.2.1c)
  • können erlebte, beobachtete oder erzählte Situationen anhand der Perspektiven verschiedener Beteiligter beurteilen. (RKE.2.2a)
  • können Menschen in verschiedenen Lebenslagen und Lebenswelten wahrnehmen sowie über Erfahrungen, Bedürfnisse und Werte nachdenken. (RKE.5.5a)
Englisch 1. Fremdsprache/Französisch 2. Fremdsprache

Die Schüler:innen

  • wissen, dass sowohl in der eigenen als auch in englisch-/​französischsprachigen Kulturen unterschiedliche Normen und Werte nebeneinander existieren (zum Beispiel Subkulturen, Musikkulturen, Kleidungsstile, Geschlechter, Generationen). (FS1E.6.A.1e/FS2F.6.A.1e)
Medien und Informatik (MI)

Die Schüler:innen

  • können Regeln und Wertesysteme verschiedener Lebenswelten unterscheiden, reflektieren und entsprechend handeln (zum Beispiel Netiquette, Werte in virtuellen Welten). (MI.1.1.d)

Empfohlene Lehrmittel

Zentrale Inhalte

  • Gewaltfreie Kommunikation umsetzen
  • Eigene Interessen, Meinungen, Erleben und Bedürfnisse formulieren und einbringen
  • Einander zuzuhören
  • Gestik und Mimik anderer wahrnehmen
  • Eigene Urteile fällen
  • Meinungen und Interessen anderer wahrnehmen und erfragen
  • Mitschüler:innen helfen, seine Interessen zu formulieren
  • Freude, Ängste und Probleme mitteilen
  • Körpersprache beachten
  • Wertschätzung und Anerkennung geben und annehmen können

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können sich aktiv und im Dialog an der Zusammenarbeit mit anderen beteiligen.
  • können aufmerksam zuhören und Meinungen und Standpunkte von andern wahrnehmen und einbeziehen (S. 38).

ÜK: Soziale Kompetenzen

Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)

Die Schüler:innen

  • können Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Geschlecht und Rollenverhalten in der Gruppe formulieren und respektvoll diskutieren (zum Beispiel Bedürfnisse, Kommunikation, Gleichberechtigung). (RKE.5.2.a)
  • kennen Diskussionsformen und Kommunikationsregeln (zum Beispiel auf andere eingehen, Feedback, Nonverbales) und können diese anwenden. (RKE.5.6.c)
Medien und Informatik (MI)

Die Schüler:innen

  • können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (zum Beispiel Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential). (MI.1.1.e)

Empfohlene Lehrmittel

Zentrale Inhalte

  • Verschiedenheit akzeptieren und Toleranz leben
  • Fähigkeit der Selbsteinschätzung vergrössern
  • Sich als selbstwirksam erleben können
  • Selbstwahrnehmung vergrössern
  • Eigenes Handeln reflektieren, die Folgen überblicken und Konsequenzen antizipieren
  • Gefühle und Bedürfnisse akzeptieren, diese äussern können und die Fähigkeit entwickeln, deren Wirkung auf andere einzuschätzen

Bezüge zum Lehrplan 21

Fachbereichslehrplan, Natur, Mensch, Gesellschaft, strukturelle und inhaltliche Hinweise: Religionen, Kulturen, Ethik (3. Zyklus)
  • Bildung schliesst Raum zum eigenen Nachdenken und freien Austausch über Leben und Lebensführung ein. Ethische Reflexion kann Themen aus allen Fächern aufnehmen und bereichern. Horizont und Methoden der Philosophie tragen zum Klären und Vertiefen von Fragen und Problemstellungen bei (S. 250f).

Fachbereichslehrplan NMG

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können sich eigener Meinungen und Überzeugungen (zum Beispiel zu Geschlechterrollen) bewusst werden und diese mitteilen.
  • können eigene und andere Meinungen und Überzeugungen auf zugrunde liegende Argumente (Fakten, Interessen, Werte) hin befragen.
  • können Argumente abwägen und einen eigenen Standpunkt einnehmen (S. 37).

ÜK: Personale Kompetenzen

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können Menschen in ihren Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrnehmen und verstehen.
  • können respektvoll mit Menschen umgehen, die unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen oder sich in Geschlecht, Hautfarbe, Sprache, sozialer Herkunft, Religion oder Lebensform unterscheiden.
  • können die Wirkung von Sprache reflektieren und achten in Bezug auf Vielfalt auf einen wertschätzenden Sprachgebrauch.
  • können einen herabwürdigenden Sprachgebrauch erkennen und nehmen einen solchen nicht passiv hin (S. 38).

ÜK: Soziale Kompetenzen

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) 
  • Bildung soll den Menschen helfen, den eigenen Platz in der Welt zu reflektieren und darüber nachzudenken, was eine nachhaltige Entwicklung für die eigene Lebensgestaltung und das Leben in der Gesellschaft bedeutet. Es geht darum, Wissen und Können aufzubauen, das die Menschen befähigt, Zusammenhänge zu verstehen, sich als eigenständige Personen in der Welt zurechtzufinden, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich Nachhaltige Entwicklung zu beteiligen. (S. 41)

Leitidee Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) 

Die Schüler:innen

  • setzen sich dabei mit Geschlechterrollen, Stereotypen, Vorurteilen und Klischees im Alltag und in der Arbeitswelt auseinander. Sie reflektieren die Bedeutung von Geschlecht und Rollen sowohl in Bezug auf Bildung und Beruf als auch hinsichtlich Beziehung, Sexualität und Familienarbeit.
  • erfassen kulturelle Eigenheiten und Unterschiede und denken über ihre eigenen Bilder und Vorstellungen nach.
  • befassen sich mit Darstellungen von Männer- und Frauenrollen in den Medien und untersuchen die Verwendung der Sprache in Geschlechterfragen und in der Kommunikation.
  • setzen sich mit Faktoren und Situationen auseinander, die Diskriminierungen und Übergriffe begünstigen, und wissen, wie sie sich dagegen wehren können. (S. 42)

BNE: fächerübergreifendes Thema «Geschlechter und Gleichstellung»

Empfohlene Lehrmittel

Zentrale Inhalte

  • Perspektivenübernahme
  • Neugier auf das Fremde
  • Moralisches Urteilen üben
  • Wecken von Verantwortungsbewusstsein für gefährdete Mitschüler:innen

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können sich in die Lage einer anderen Person versetzen und sich darüber klar werden, was diese Person denkt und fühlt.
  • können aufmerksam zuhören und Meinungen und Standpunkte von andern wahrnehmen und einbeziehen (S. 38).

ÜK: Soziale Kompetenzen

Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)

Die Schüler:innen

  • können Regeln, Situationen und Handlungen hinterfragen, ethisch beurteilen und Standpunkte begründet vertreten. (RKE.2.2)

Empfohlene Lehrmittel

Zentrale Inhalte

  • Auslöser wahrnehmen lernen
  • Beruhigungstechniken erlernen
  • Umgang mit Frustration im Alltag lernen
  • Entwicklung einer Frustrationstoleranz
  • Impulskontrolle/​Selbstkontrolle erhöhen
  • Selbststeuerung
  • Wahrnehmung eigener und fremder Gefühle erhöhen

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen ausdrücken.
  • können ihre Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren.
  • können auf ihre Stärken zurückgreifen und diese gezielt einsetzen.
  • können Fehler analysieren und über alternative Lösungen nachdenken.
  • können auf Lernwege zurückschauen, diese beschreiben und beurteilen.
  • können eigene Einschätzungen und Beurteilungen mit solchen von aussen vergleichen und Schlüsse ziehen (Selbst- und Fremdeinschätzung) (S. 37).

ÜK: Personale Kompetenzen

Berufliche Orientierung (BO)

Die Schüler:innen

  • können mögliche Herausforderungen im Bildungs- und Berufswahlprozess erkennen, Frustrationen benennen, eigene Ressourcen miteinbeziehen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln. (BO.3.2)
  • können Schwierigkeiten, belastende Gefühle und Gründe für Frustration im Bildungs- und Berufswahlprozess benennen, sich damit auseinandersetzen und sich ihrer Ressourcen bewusst bleiben (zum Beispiel Fähigkeiten, Unterstützung im Umfeld). (BO.3.2.a)

Empfohlene Lehrmittel

Zentrale Inhalte

  • Erkennen, wann Hilfe benötigt wird und angemessen reagieren
  • Hilfe anbieten
  • Sich um andere kümmern
  • Helfende Beziehungen aufbauen

Bezüge zum Lehrplan 21

Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)

Die Schüler:innen

  • können in Diskussionen oder Debatten philosophische Fragen identifizieren und Begriffe klären (zum Beispiel Inwiefern gibt es Grenzen der Toleranz? Gehört Gewalt zur Gesellschaft? Muss oder kann es Gerechtigkeit geben? Was darf man alles verbieten?). (RKE.1.2.c)
Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG)

Die Schüler:innen

  • können einzelne Schweizer:innen porträtieren, die einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Zusammenlebens oder der sozialen Gerechtigkeit in der Schweiz und der Welt geleistet haben (zum Beispiel Niklaus von Flüe, Huldrych Zwingli, Guillaume-Henri Dufour, Alfred Escher, Emilie Kempin-Spyri, Henry Dunant, Marie Heim-Vögtlin, Robert Grimm, Denis de Rougemont, Henri Guisan, Gertrud Kurz, Emilie Lieberherr). (RZG.5.3.c)

Empfohlene Lehrmittel

Fairplayer.Manual (Scheithauer et al. 2019)

Zentrale Inhalte

  • gegensätzliche Interessen und Konflikte wahrnehmen und benennen lernen
  • Streitgespräche üben oder Mitschüler:innen in einem Streit beraten
  • Lernen Konflikte fair und partnerschaftlich zu lösen
  • Kritikfähigkeit entwickeln
  • Widersprüche ertragen lernen
  • Kompromisse finden
  • Problemlösestrategien entwickeln
  • Zielklärungsfähigkeit erhöhen

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können sachlich und zielorientiert kommunizieren, Gesprächsregeln anwenden und Konflikte direkt ansprechen.
  • können sich in die Lage einer anderen Person versetzen und sich darüber klar werden, was diese Person denkt und fühlt.
  • können Kritik angemessen, klar und anständig mitteilen und mit konstruktiven Vorschlägen verbinden.
  • können Kritik annehmen und die eigene Position hinterfragen.
  • können Formen und Verfahren konstruktiver Konfliktbearbeitung anwenden.
  • können in einer Konfliktsituation einen Konsens suchen und diesen Konsens anerkennen.
  • können Konfliktsituationen, die sich nicht lösen lassen, aushalten und nach neuen Konfliktlösungsmöglichkeiten suchen; wenn nötig holen sie bei Drittpersonen Unterstützung.
  • können die von der Schule bereitgestellten Hilfen nutzen und Instrumente zur gewaltfreien Konfliktlösung akzeptieren (S. 38).

ÜK: Soziale Kompetenzen

Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)

Die Schüler:innen

  • können eigene Anliegen vertreten und Anliegen anderer zur Meinungsbildung und zu Entscheidungen in Gruppen einbeziehen. (RKE.5.6.a)
  • können mögliche Ursachen und Folgen von Aggression im alltäglichen Erleben erläutern und reflektieren. (RKE.5.6.b)
  • können verschiedene Wege der Konfliktbewältigung erwägen und Scheinlösungen erkennen (zum Beispiel Schuldabwälzung, Ausweichen, Verharmlosung, Mehrheitsdiktat). (RKE.5.6.d)

Empfohlene Lehrmittel

Zentrale Inhalte

  • Reagieren bei Gewalt üben
  • Verhaltenskodex gegen Mobbing und Gewalt ausarbeiten
  • Eigene Einstellung zu Gewalt reflektieren

Bezüge zum Lehrplan 21

Überfachliche Kompetenzen (ÜK)

Die Schüler:innen

  • können sachlich und zielorientiert kommunizieren, Gesprächsregeln anwenden und Konflikte direkt ansprechen.
  • können sich in die Lage einer anderen Person versetzen und sich darüber klar werden, was diese Person denkt und fühlt.
  • können die von der Schule bereitgestellten Hilfen nutzen und Instrumente zur gewaltfreien Konfliktlösung akzeptieren (S. 38).

ÜK: Soziale Kompetenzen

Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)

Die Schüler:innen

  • kennen Anlaufstellen für Problemsituationen (zum Beispiel Familie, Schule, Sexualität, Belästigung, Gewalt, Sucht, Armut) und können sie bei Bedarf konsultieren (RKE.5.1.c)
  • können vereinnahmende Einflüsse auf mögliche Ursachen analysieren und sich abgrenzen (zum Beispiel Manipulation, Modetrends, Gruppendruck, Mobbing). (RKE.5.4.d)
Medien und Informatik (MI)

Die Schüler:innen

  • können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (zum Beispiel Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential). (MI.1.1.e)

Empfohlene Lehrmittel

Lehrmittel und Unterrichts­materialien

Wetterfest Informationen zum online verfügbaren Lehrmittel
Cool bleiben statt zuschlagen!

Benner, Tilo. 2020. Cool bleiben statt zuschlagen! Bausteine zur Gewaltprävention 5.–9. Klasse. Horneburg: Persen.

Zum Inhaltsverzeichnis

Fit for Differences

Jugert, Gert, Sevim Kabak, und Peter Notz. 2010. Fit for Differences. Training interkultureller und sozialer Kompetenz für Jugendliche. Weinheim und München: Juventa Verlag.

Fit for Life

Jugert, Gert, Anke Rehder, Notz Peter, und Franz Petermann. 2017. Fit for life: Module und Arbeitsblätter zum Training sozialer Kompetenz für Jugendliche. 11., überarbeitete und erweiterte Aufl. Weinheim: Beltz Juventa.

Training mit Jugendlichen

Petermann, Franz, und Ulrike Petermann. 2017. Training mit Jugendlichen. Aufbau von Arbeits- und Sozialverhalten. 10., vollständig überarbeitete Aufl. Göttingen: Hogrefe.

Klassenklima – Klassengemeinschaft

Reisch, Renate, und Guido Schwarz. 2004. Klassenklima – Klassengemeinschaft. Soziale Kompetenz erwerben und vermitteln. Wien: öbvhpt.

Fairplayer.Manual

Scheithauer, Herbert, Anton Walcher, Stephan Warncke, Felix Klapprott, und Heike Dele Bull. 2019. Fairplayer.Manual – Klasse 7–9: Förderung von sozialen Kompetenzen – Prävention von Mobbing und Schulgewalt. Praxismanual für die Arbeit in Schulklassen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Faustlos

Schick, Andreas, und Manfred Cierpka. 2014. Faustlos: ein Curriculum zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und zur Gewaltprävention. Sekundarstufe. Göttingen: Hogrefe.

Gewaltfreier Umgang mit Konflikten

Walker, Jamie. 2013. Gewaltfreier Umgang mit Konflikten in der Sekundarstufe I. Spiele und Übungen. Frankfurt am Main: Cornelsen Scriptor.

Programme und Projekte

Ein Curriculum des Heidelberger Präventionszentrum (HPZ) zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und zur Gewaltprävention (gebunden an spezielle Fortbildung).

be-freelance.net ist ein Präventionsprogramm für die Sekundarstufe I zu den Themenbereichen «Tabak-Alkohol-Cannabis» und «Digitale Medien».

Auf der Webseite finden sich im Bereich «Digitale Medien» Unterrichtseinheiten zu den Themen Cybermobbing und Sexting.

Präventionsprogramm für Freundschaft, Liebe, Sexualität ohne Gewalt. Es richtet sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Programm Herzsprung

Letzte Aktualisierung: 24. August 2026